Ab 2023 soll eine globale Mindeststeuer von 15 % dafür sorgen, dass Grosskonzerne ihre Gewinne nicht mehr in Tiefsteuerländer verschieben können, um Steuern zu umgehen. So hat es die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beschlossen. Die Reform stellt – für einmal ist der Begriff nicht fehl am Platz – eine Zeitenwende in der internationalen Steuerpolitik dar.
Die Schweiz ist von der Mindeststeuer erheblich betroffen. In nicht weniger als 18 von 26 Kantonen liegen die ordentlichen Gewinnsteuersatz unter 15 Prozent. Der Bundesrat hat am 23. Juni 2022 dem Parlament seine Vorlage zur Umsetzung der Mindeststeuer in der Schweiz vorgelegt. Damit tritt vielleicht die wichtigste wirtschaftspolitischen Vorlage der letzten zehn Jahre für den Wirtschaftsstandort Schweiz in den parlamentarischen Prozess ein.
Für das IWP ist das Grund genug, die wichtigsten Fragen zur OECD-Mindeststeuer mit einem Question & Answer (Q&A) zu beantworten. Mit einer leicht lesbaren und mit viel Zahlenmaterial unterlegten Publikation zu spezifischen Fragen und zur internationalen Besteuerung
- Wie funktioniert die Steuervermeidung internationaler Unternehmen heute?
- Gibt es einen ruinösen Steuerwettbewerb zwischen den Ländern?
- Wie gestaltet sich das Projekt genau?
- Welche Folgen hat die neue Steuerlandschaft für die Schweiz?