Institutionen
Was bringen direkte Demokratie und Föderalismus?
Institutionen formen Entscheidungsprozesse in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Das IWP analysiert deren Wechselwirkungen – und wie sie Wachstum, Wohlstand und Verteilung prägen.
Wenn Schweizer ihr politisches System beschreiben, dann fallen oft zwei Begriffe: direkte Demokratie und Föderalismus. Für viele sind diese Grundpfeiler des Erfolgsmodells Schweiz. Andere wiederum reden von Kantönligeist und Reformblockaden. Wir erforschen am IWP, wie die direkte Demokratie die Qualität politischer Entscheide beeinflusst und wie Föderalismus und Wettbewerb zusammenhängen. Dabei schauen wir nach vorne: Wir wollen wissen, wie die Schweizer Institutionen sich in einer Welt der Digitalisierung, der neuen Medien und der modernen Mobilität bewähren. Mit einer neuen interaktiven Datenbank wollen wir vermessen, wie bürgernah die eidgenössischen Politiker wirklich sind.
Wie prägt der Staat die Wirtschaft?
Der Staat ist der wichtigste Spieler im Wirtschaftsgeschehen, dessen Teil wir alle sind. Er ist der grösste Arbeitgeber der Schweiz, der reichste Eigentümer, der wichtigste Preissetzer. Er kann Steuern von uns verlangen und Gesetze durchsetzen. Seine Verwaltung ist komplex, die staatsnahen Betriebe und Industrien sind von grosser Bedeutung. Von drei Franken, die in der Schweiz erwirtschaftet werden, geht einer durch die Hände des Staates – und die anderen beiden werden durch ihn beeinflusst. Unsere Forschung schaut sich den staatlichen Fussabdruck genauer an. Wir zeigen auf, wie sich staatliche Aktivitäten auf unsere Wirtschaft und damit auf uns alle auswirken.