Carsten Korfmacher, Leiter des Ressorts Kapital beim Magazin Cicero, erhält den IWP-Preis für exzellenten Wirtschaftsjournalismus 2026. Ausgezeichnet wird sein Beitrag «Katharsis per Kettensäge», erschienen in der Oktoberausgabe 2025 von Cicero. Der Preis ist mit 30’000 Franken dotiert.
Was kann Deutschland von den wirtschaftspolitischen Reformen des argentinischen Präsidenten Javier Milei lernen? Korfmacher verbindet Beobachtungen vor Ort mit Gesprächen mit Ökonomen und weiteren Fachleuten. Er erläutert das Zusammenspiel von Staatsausgaben, Geldschöpfung und Inflation und untersucht, welche politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen grundlegende Reformen ermöglichen. Dabei geht er auch der Frage nach, weshalb ein vergleichbarer Kurswechsel in Deutschland auf Widerstände stösst.
Die Jury würdigt die gründliche Recherche, die stringente Argumentation und die verständliche Sprache des Beitrags. Korfmacher verknüpft konkrete Lebensumstände mit wirtschaftspolitischen Zusammenhängen und macht komplexe Fragen für ein breites Publikum zugänglich. Sein Vergleich liefert relevante und wertvolle Erkenntnisse über die Rolle staatlicher Eingriffe und die Voraussetzungen wirtschaftspolitischer Veränderungen. Damit greift der Beitrag zentrale Vergabekriterien des IWP-Preises auf und gibt der Debatte über Deutschlands Reformbedarf neue Impulse.
Das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern vergibt den Preis zum dritten Mal. Nach Katharina Fontana (NZZ, 2024) und Arthur Rutishauser (SonntagsZeitung, 2025) geht die Auszeichnung erstmals an einen Journalisten eines deutschen Mediums.
Die öffentliche Preisverleihung findet am Montag, 9. November 2026, um 17:30 Uhr im Auditorium des KKL Luzern statt. Der Eintritt ist frei. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.