News
IWP 26. Oktober 2026

Carsten Korfmacher erhält den IWP-Preis für Wirtschaftsjournalismus 2026.

Korfmacher1

Carsten Korfmacher, Leiter des Ressorts Kapital beim Magazin Cicero, erhält den IWP-Preis für exzellenten Wirtschaftsjournalismus 2026. Ausgezeichnet wird sein Beitrag «Katharsis per Kettensäge», erschienen in der Oktoberausgabe 2025 von Cicero. Der Preis ist mit 30’000 Franken dotiert. 

Was kann Deutschland von den wirtschaftspolitischen Reformen des argentinischen Präsidenten Javier Milei lernen? Korfmacher verbindet Beobachtungen vor Ort mit Gesprächen mit Ökonomen und weiteren Fachleuten. Er erläutert das Zusammenspiel von Staatsausgaben, Geldschöpfung und Inflation und untersucht, welche politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen grundlegende Reformen ermöglichen. Dabei geht er auch der Frage nach, weshalb ein vergleichbarer Kurswechsel in Deutschland auf Widerstände stösst. 

Der Preisträger

Carsten Korfmacher ist seit 2025 Ressortleiter beim Magazin «Cicero». Zuvor berichtete er als Wirtschaftskorrespondent der SV Gruppe aus Berlin und war für den «Nordkurier» tätig. Der gebürtige Düsseldorfer studierte Philosophie an den Universitäten Cambridge und Oxford und lehrte als Dozent in Oxford. Weitere Stationen führten ihn in die Entwicklungshilfe im Senegal sowie als freier Autor zu «Zeit Online», «Cicero» und «Spektrum der Wissenschaft». 

Die Jury würdigt die gründliche Recherche, die stringente Argumentation und die verständliche Sprache des Beitrags. Korfmacher verknüpft konkrete Lebensumstände mit wirtschaftspolitischen Zusammenhängen und macht komplexe Fragen für ein breites Publikum zugänglich. Sein Vergleich liefert relevante und wertvolle Erkenntnisse über die Rolle staatlicher Eingriffe und die Voraussetzungen wirtschaftspolitischer Veränderungen. Damit greift der Beitrag zentrale Vergabekriterien des IWP-Preises auf und gibt der Debatte über Deutschlands Reformbedarf neue Impulse. 

Das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern vergibt den Preis zum dritten Mal. Nach Katharina Fontana (NZZ, 2024) und Arthur Rutishauser (SonntagsZeitung, 2025) geht die Auszeichnung erstmals an einen Journalisten eines deutschen Mediums. 

Die öffentliche Preisverleihung findet am Montag, 9. November 2026, um 17:30 Uhr im Auditorium des KKL Luzern statt. Der Eintritt ist frei. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Unterstützen Sie unsere Forschung.

Verlässliche Fakten, frei zugänglich für alle – jeder Franken zählt.