Verfassungsgerichte und andere nichtmajoritäre Institutionen greifen zunehmend in Fragen ein, die eigentlich dem Parlament vorbehalten wären. Philip Manow, Professor für Internationale Politische Ökonomie an der Universität Siegen, argumentiert, dass diese Verrechtlichung der Politik demokratische Mehrheitsbildung entwertet und zugleich die Gerichte selbst politisiert. Dies hat Folgen für die wachsende politische Polarisierung und den Aufstieg populistischer Parteien.
Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung wird gebeten.