Studien
IWP 28. März 2022

Wirtschaftliche Lage: pessimistische Einschätzungen weltweit.

Cargo ship at sea during a storm.

Was zuvor nur ein Bauchgefühl war, wird nun erstmals mit aktuellen Daten und Zahlen untermauert: Das wirtschaftliche wie politische Klima ist global nicht nur angespannt, sondern hat sich in vielen Weltregionen gegenüber dem Jahreswechsel nochmals deutlich verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt der Economic Experts Survey (EES), eine globale Umfrage des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) und des ifo Instituts unter 1603 Wirtschaftsexperten in 132 Ländern.

Die Einschätzung der wirtschaftspolitischen Lage wird neben der dynamischen Corona-Pandemie durch die Militärinvasion Russlands in der Ukraine beeinflusst, die zum Anfang des Umfragezeitraums drohte und gegen Mitte der Umfrage tatsächlich erfolgte. Entsprechend pessimistisch zeigen sich die Wirtschaftsexperten in Osteuropa: Demnach verschlechterten sich die Einschätzungen zur wirtschaftspolitischen Situation in der Krisenregion verglichen mit dem letzten Quartal in 2021 deutlich, die Bewertung der politischen Lage schlug teils noch stärker negativ zu Buche. Die wirtschaftspolitischen Effekte sind dabei nicht auf Osteuropa beschränkt, wie IWP-Bereichsleiter Dr. Martin Mosler betont:

«Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat die Region an den wirtschaftspolitischen Abgrund gedrängt. Jedoch blicken Wirtschaftsexperten in aller Welt pessimistisch auf die gegenwärtige Lage.»

Dr. Martin Mosler

In weiten Teilen der Welt steht die Bewertungsampel der Wirtschaftsexperten von Universitäten, multinationalen Unternehmen oder internationalen Organisationen auf rot. Eine geografische Eingrenzung der Antworten ist dabei kaum möglich. Vielmehr sehen Experten auf allen Kontinenten die wirtschaftspolitischen Herausforderungen als bedeutsam an. Bei der Betrachtung fällt auf, dass vornehmlich einkommensschwache Weltregionen die wirtschaftspolitische Lage eher noch negativer einschätzen als im Vorquartal.

Quelle: Economic Experts Survey im 1. Quartal 2022
Notiz: Die Karte zeigt den Mittelwert des regionalen Mittels aus zwei Fragen: «Wie beurteilen Sie die aktuelle Wirtschaftspolitik Ihres Landes?» und «Wie gut ist die Wirtschaftspolitik Ihres Landes auf die Herausforderungen der Zukunft ausgerichtet?». Die Experten wurden nach einem Vergleich zum Vorquartal gefragt, die Antwortmöglichkeiten reichen von -100 («schlechter») bis +100 («besser»). Die Angaben der Experten werden zuerst auf Länderebene und anschliessend innerhalb der Weltregionen gemittelt.

Zusätzlich zu den länderspezifischen Rahmenbedingungen kommen globale Schocks, welche die Weltwirtschaft weiter unter Druck setzen. Steigende Infektionszahlen im Rahmen der Corona-Pandemie haben die verstärkte Umsetzung von gesundheitspolitischen Eindämmungsmassnahmen in vielen Ländern nach sich gezogen. Besonders bedeutsam sind etwa die Entwicklungen in China, dessen Regierung auf eine Null-Covid-Strategie mit scharfen Quarantäneregeln setzt. Noch während des EES-Umfragezeitraums wurde beispielsweise bekannt, dass für den Welthandel wichtige Seehäfen aufgrund von Virus-Ausbrüchen teils geschlossen wurden. Die folgende Störung von Lieferketten geht in unserer globalisierten Weltwirtschaft mit einem erhöhten Stressfaktor für ganze Volkswirtschaften einher, was auch die befragten Experten in ihren Antworten berücksichtigten.

Ein weiterer, dominierender Einflussfaktor für die wirtschaftspolitische Einschätzung der Teilnehmer ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine gewesen. Eine Besonderheit für den EES war dabei der dynamische Kriegsverlauf. War zu Beginn der Umfrage die Unsicherheit über einen Einmarsch noch hoch, klärte sich die Lage leider nach etwa der Hälfte des Umfragezeitraums. Doch auch dann konnten täglich wirtschaftspolitische Entscheidungen beobachtet werden, die in den jeweiligen Ländern der Experten unterschiedliche Implikationen für die Wirtschaftspolitik hatten. In der kurzen Frist zählen dazu der teilweise Ausschluss russischer Finanzinstitutionen vom SWIFT-System oder das Einfrieren von russischen Vermögenswerten. Die Wirtschaftsexperten mussten jedoch auch langfristige Risiken bei ihren Antworten berücksichtigen, wozu neben der sicherheitspolitischen Dimension auch die Versorgungssicherheit ihrer Länder zählt. Für viele Entwicklungsländer ist dabei insbesondere die Gefahr einer Lebensmittelkrise bedeutsam, da sowohl die Ukraine als auch Russland bislang zu den grössten Exporteuren von Grundnahrungsmitteln wie Weizen gehörten. Angesichts angespannter öffentlicher Haushalte in vielen Entwicklungsländern, die bereits heute oftmals durch hohe Subventionsausgaben für Lebensmittel belastet werden, muss die Ausgestaltung der aktuellen Wirtschaftspolitik in vielen Weltregionen unter Umständen neu überdacht werden.

Quelle: Economic Experts Survey im 1. Quartal 2022
Notiz: Die Abbildung zeigt das regionale Mittel jeweils aus den Fragen „Wie beurteilen Sie die aktuelle Wirtschaftspolitik Ihres Landes (linkes Panel) und «Wie gut ist die Wirtschaftspolitik Ihres Landes auf die Herausforderungen der Zukunft ausgerichtet?» (rechtes Panel). Die Experten wurden nach einem Vergleich zum Vorquartal gefragt, die Antwortmöglichkeiten reichen von -100 («schlechter») bis +100 («besser»). Die Angaben der Experten werden zuerst auf Länderebene und anschliessend innerhalb der Weltregionen gemittelt.

Bei einer differenzierten Betrachtung fällt jedoch auf, dass Experten in einigen Weltregionen wie Ostasien oder dem östlichen Afrika die Wirtschaftspolitik gar besser einstufen, als sie es noch Ende 2021 getan hatten. Selbst in den vom russischen Krieg mindestens indirekt betroffenen Weltregionen wie weiten Teilen Europas, Nordamerika oder Zentralasien sehen die Teilnehmer kaum eine Veränderung zum Vorquartal, was angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen erstaunlich ist. Die Antworten der Wirtschaftsexperten hängen jedoch von dem exakten Zeitpunkt der Teilnahme an der Umfrage ab. Während die Nationen der Wirtschaftsexperten in Osteuropa schon zu Beginn des Umfragezeitraums spürbar durch die Militärübungen Russlands und von Belarus bedroht waren, war die Gefahr für viele Teilnehmer in anderen Weltregionen wohl noch abstrakt – was sich entsprechend auf ihre Antworten ausgewirkt haben könnte.

Betrachtet man die beiden wirtschaftspolitischen Fragen separat, so fällt auf, dass die Experten die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik ihrer Länder für zukünftige Herausforderungen meist deutlich kritischer einschätzen als für die gegenwärtige Lage. Der Unterschied ist vor allem in Europa und Amerika ausgeprägt, die von einem demografischen Trend mit einer stetig alternden Gesellschaft betroffen sind. Der Reformbedarf, um die Wirtschaftspolitik auf zukünftige Entwicklungen auszurichten, ist entsprechend hoch.

Quelle: Economic Experts Survey im 1. Quartal 2022
Notiz: Die Karte zeigt den Mittelwert des regionalen Mittels aus zwei Fragen: «How do you rate the perfor-mance of your country‘s current government?» und «How do you rate the stability of your country‘s current political situation?». Die Experten wurden nach einem Vergleich zum Vorquartal gefragt, die Antwortmög-lichkeiten reichen von -100 («schlechter») bis +100 («besser»). Die Angaben der Experten werden zuerst auf Länderebene und anschliessend innerhalb der Weltregionen gemittelt.

Jedoch kann zusätzlich festgehalten werden, dass sich gemäss der Antworten der Wirtschaftsexperten ebenjene Zukunftsgewandtheit der Wirtschaftspolitik in manchen Teilen der Welt verbessert hat. Vor allem in Ostafrika, aber auch auf dem europäischen Kontinent mit Ausnahme von Osteuropa ziehen die Experten ein positives Fazit im Vergleich zum Ende des vorherigen Jahres. Dieses Ergebnis lässt hoffen, dass sich die betroffenen Länder auf einem wünschenswerten, da nachhaltigeren Entwicklungspfad ihrer Wirtschaftspolitik befinden.

Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die Bewertung der politischen Lage in vielen Teilen der Welt eingetrübt. Wenig überraschend zählt auch Osteuropa zu den roteingefärbten Weltregionen, in denen die Experten eine Verschlechterung der politischen Lage feststellen. Angesichts der vielfältigen wirtschaftspolitischen Herausforderungen wäre es eigentlich notwendig, dass Regierungen effektiv und stabil an der Umsetzung von Wirtschaftsreformen arbeiten. Die pessimistischen Antworten der befragten Experten in einigen Weltregionen lassen an dieser Hoffnung jedoch Zweifel aufkommen.

Die Bewertung der politischen Lage durch die Experten verhält sich weitestgehend analog zur Einschätzung der ökonomischen Situation: Aus den ausgewerteten Antworten wird eine Interaktion zwischen politischen und ökonomischen Trends deutlich. Zu dieser Korrelation gehört jedoch auch, dass Experten in einigen Weltregionen einen politischen Trend feststellen, der optimistisch stimmen lässt. Die Unterschiede bei der politischen Lageeinschätzung sind dabei nicht geografisch beschränkt. So überwiegen positive Entwicklungen bei der Bewertung der politischen Lage beispielsweise in den östlichen Regionen Afrikas und Asiens, aber auch in Teilen Europas. Wie bereits bei den wirtschaftspolitischen Einschätzungen liefert der EES damit ein differenziertes Bild von Entwicklungen in verschiedenen Weltregionen.

Quelle: Economic Experts Survey im 1. Quartal 2022
Notiz: Die Abbildung zeigt das regionale Mittel jeweils aus den Fragen «How do you rate the performance of your country‘s current government?» (linkes Panel) und «How do you rate the stability of your country‘s current political situation?» (rechtes Panel). Die Experten wurden nach einem Vergleich zum Vorquartal gefragt, die Antwortmöglichkeiten reichen von -100 («schlechter») bis +100 («besser»). Die Angaben der Experten werden zuerst auf Länderebene und anschliessend innerhalb der Weltregionen gemittelt.

Bei der Bewertung der politischen Lage wird in den Antworten deutlich, dass die Experten vor allem mit der Entwicklung der Leistung ihrer Regierungen unzufrieden sind. In den meisten Weltregionen stellen die Teilnehmer der Umfrage eine Verschlechterung des Status Quo gegenüber dem Vorquartal fest. Dieses Ergebnis beschränkt sich dabei nicht nur auf Länder, in denen schwach ausgeprägte Institutionen ein solches Antwortverhalten zunächst vermuten lassen. Auch in Westeuropa ist unter den befragten Experten die Zufriedenheit mit der Performance ihrer politischen Führung gesunken.

Deutlich positiver wird insgesamt die politische Stabilität im Vergleich zum letzten Quartal eingeschätzt. In Europa ist die Lage zwar im Osten des Kontinents instabiler geworden, was angesichts der jüngsten Entwicklungen nicht verwunderlich ist. Der umgekehrte Effekt ist jedoch im Rest Europas zu beobachten. Anscheinend schätzen zumindest einige Teilnehmer der Umfrage, dass der militärische Konflikt auf dem Gebiet der Ukraine zu einer politischen Stärkung geführt hat. Die gemeinsamen Positionen der Europäischen Union von Waffenlieferungen bis zu Sanktionen scheinen dieser Einschätzung zumindest bisher recht zu geben. Spannend ist zuletzt die Beobachtung, dass die Experten in den Vereinigten Staaten und Kanada die politische Stabilität geringer einschätzen als noch im Vorquartal.

Bedeutung für die Schweiz: schwieriges Fahrwasser für die Wirtschaftspolitik

Die Schweiz ist eng in die Weltmärkte integriert und als solche von weltweiten Schocks der Wirtschaftspolitik zumeist unmittelbar betroffen. Als jüngstes Beispiel mag der internationale Druck auf die Eidgenossenschaft gelten, die Sanktionen gegen die Russische Föderation stärker zu unterstützen. Die Einschätzung der weltweiten Wirtschaftsexperten lassen vor diesem Hintergrund auf eine differenzierte, aber in der Summe herausfordernde wirtschaftliche wie politische Lage schliessen. In vielen Teilen der Welt sehen die Wirtschaftsexperten eine Verschlechterung des wirtschaftspolitischen Status Quo, während gleichzeitig die Leistung ihrer Regierungen geringer als noch vor drei Monaten eingestuft wird. Die weiter angespannte sicherheitspolitische Lage lässt vermuten, dass es zumindest in der kurzen Frist zu keinen deutlichen Verbesserungen bei diesen Einschätzungen kommen wird. Hoffnungen machen die optimistischen Antworten vieler asiatischer Wirtschaftsexperten, die zumindest zuletzt eine Verbesserung der aktuellen Lage gegenüber dem Vorquartal sehen. Insgesamt befindet sich die Schweiz jedoch weiterhin in einem schwierigen wirtschaftspolitischen Fahrwasser.

Hintergrund: Economic Experts Survey

Der Economic Experts Survey (EES) ist eine vierteljährliche Umfragereihe unter internationalen Wirtschaftsexperten, die gemeinsam vom Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik an der Universität Luzern und dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München durchgeführt wird. Der Economic Experts Survey (EES) misst auf globaler Ebene die Qualität von Wirtschaftspolitik und politischen Rahmenbedingungen anhand von Expertenaussagen. Die Ergebnisse werden vierteljährlich veröffentlicht. Der EES liefert durch die Einschätzungen der Teilnehmer zunächst qualitative Informationen, die für die folgende Interpretation der Ergebnisse aufbereitet werden. Die Ergebnisse des EES sind zeitnah und international vergleichbar. In der Umfrage werden den Experten die folgenden vier Kernfragen gestellt:

(1) Wie beurteilen Sie die aktuelle Wirtschaftspolitik Ihres Landes?
(2) Wie gut ist die Wirtschaftspolitik Ihres Landes auf die Herausforderungen der Zukunft ausgerichtet?
(3) Wie beurteilen Sie die Leistung der derzeitigen Regierung Ihres Landes?
(4) Wie beurteilen Sie die Stabilität der derzeitigen politischen Situation in Ihrem Land?

Nach jeder Frage folgt die Referenzaussage «Bitte vergleichen Sie es mit dem letzten Quartal und geben Sie eine untere und obere Grenze an». Die Experten geben eine entsprechende Einschätzung auf einer Skala von -100 («schlechter») bis +100 («besser») an. Aus den Antworten der Experten auf die einzelnen Fragen bilden wir zunächst das arithmetische Mittel für jedes Land und anschliessend das arithmetische Mittel für jede Weltregion. Wir verwenden 18 Weltregionen auf fünf Kontinenten, aufbauend auf der Definition der geografischen Regionen der Vereinten Nationen. Aufgrund von Datenbeschränkungen definieren wir alle Subregionen innerhalb Ozeaniens als eine Region und fassen die Regionen Zentralamerika und Karibik zu einer gemeinsamen Region zusammen. Anschliessend wird das arithmetische Mittel der Werte aus den Fragen eins und zwei berechnet, um die Gesamtbewertung der Wirtschaftspolitik für jede Region zu ermitteln. Gleichermassen wird mit den Fragen drei und vier verfahren, um die politische Bewertung abzuleiten. Das Aggregieren auf ein regionales Level dient vornehmlich der Wahrung der Anonymität der Teilnehmer, sodass keine Rückschlüsse auf individuelle Antworten möglich sind. Die Umfrage erfolgt auf Englisch. Zusätzlich zu den Kernfragen kann jede Erhebungswelle weitere Fragen enthalten.

Wir rekrutieren die Wirtschaftsexperten für die Umfrage aus zwei Gruppen. Die erste Gruppe sind renommierte Wirtschaftsexperten, die an Forschungsinstituten, Zentralbanken, multinationalen Unternehmen, Botschaften und internationalen Organisationen arbeiten. Die Experten aus dieser Gruppe sind handverlesen und haben Verbindungen zum international renommierten CESifo-Netzwerk. Die zweite Gruppe besteht aus führenden Akademikern und Forschern im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gemäss internationalen Wissenschaftsrankings. Teilnehmer aus beiden Gruppen prägen oftmals die öffentlichen Wirtschaftsdebatten in ihrem Land. Wir kontaktieren die Top-Experten aller aufgeführten Länder per E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme am EES, wobei jede Umfragewelle über einen Zeitraum von zwei Wochen läuft. Die Experten beantworten die Fragen online und können dabei das Land auswählen, für das sie ihre Expertise zur Verfügung stellen möchten. Die Wirtschaftsexperten nehmen freiwillig an der Umfrage teil und erhalten für die Teilnahme keine Vergütung.

Die Fragen sind bewusst allgemein und breit gestellt, um der vielfältigen Expertise der Teilnehmer Rechnung zu tragen. Bei der individuellen Beantwortung der Fragen wird somit ein Spektrum an Schwerpunkten der Experten abgebildet, während die dargestellten aggregierten Ergebnisse ein umfassendes Bild über die gesamte (Wirtschafts-)Politik widerspiegeln und nicht auf ein Themenfeld beschränkt sind.

An der ersten Welle der EES-Umfragereihe nahmen 1603 Wirtschaftsexperten aus 132 Ländern teil. Die Umfrage lief vom 16. Februar bis zum 2. März 2022. Kausale Rückschlüsse auf Einflussfaktoren auf das Antwortverhalten der Teilnehmer sind aufgrund des Umfragedesign nicht möglich. Es kann jedoch beobachtet werden, dass im Umfragezeitraum einerseits die Corona-Pandemie durch die zunehmende Verbreitung angesichts der Omikron-Variante an Dynamik gewonnen hat. Andererseits fällt der Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine in den Beobachtungszeitraum: Wurde die militärische Invasion zu Beginn der Umfrage noch vorbereitet, erfolgte der Angriff am 24. Februar 2022 und war zum Ende des Umfragezeitraums noch nicht beendet.

Die Auswertung der Ergebnisse wird zwischen den Forschungsteams der beiden beteiligten Institute koordiniert. Die mögliche Interpretation der Ergebnisse wird ebenso von den Forschungsteams besprochen, die finale Auswertung und Publikation erfolgt jedoch individuell. Die hier dargestellte Interpretation der Ergebnisse entspricht der Einschätzung des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik.