Die bevorstehende Bundesratswahl bietet Anlass zu leidenschaftlichen Debatten über die politischen Positionen und Profile nationaler Politikgrössen. Der Parlameter des IWP liefert hierzu nüchterne Fakten. Er vermisst die politische Distanz zwischen den Bundesparlamentariern und den verschiedenen Wählergruppen. Neu werden auch sämtliche Abstimmungsergebnisse seit den Wahlen 2023 berücksichtigt.
Der Parlameter misst die Übereinstimmung zwischen Bürgern und Parlamentariern anhand der Resultate von eidgenössischen Volksabstimmungen und den Schlussabstimmungen in National- und Ständerat. Es zählen nicht Wahlversprechen, sondern tatsächliche Entscheidungen.
Für die derzeit als Bundesratskandidaten gehandelten Parlamentarier zeigt der Parlameter auf Basis der Abstimmungen seit 2019 folgende Übereinstimmungen mit den Mitte-Wählern:
- Markus Ritter: 93 %
- Andrea Gmür-Schönenberger: 83 %
- Philipp Kutter: 81 %
Der Blick auf die Übereinstimmung mit allen Stimmbürgern zeigt folgende Übereinstimmungen:
- Philipp Kutter: 78 %
- Markus Ritter: 70 %
- Andrea Gmür-Schönenberger: 64 %
Auch abseits der Bundesratswahlen hält der Parlameter spannende Fakten bereit.
- Junge Wähler bis 30 standen gemäss Abstimmungsverhalten den Grünen am nächsten – bei den über 65-Jährigen war es die Mitte.
- Während die baselstädtischen Ständevertreter 94 % der Abstimmungen mit der Wählermehrheit im Kanton übereinstimmten, waren es bei den Freiburger Ständeräten nur 58 %.
Der Parlameter ermöglicht ausserdem, die Übereinstimmung des eigenen Stimmverhaltens mit jenem der Bundesparlamentarier zu vergleichen.