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IWP 13. Januar 2023

Wie staatliche Interventionen die Planungsunsicherheit vergrössern.

Lausanne, Switzerland - October 25, 2021: Passengers wearing face masks ride the subway in Lausanne.

Eine Krise verleitet Politiker zu Interventionen, weil diese öffentlichkeitswirksam sind. Ordnungspolitische Ansätze sind hingegen vergleichsweise unspektakulär, aber in der Regel die bessere Antwort, argumentiert Dr. Marco Portmann, Bereichsleiter Institutionen am IWP, in einem Artikel im «zentralinfo», dem Mitgliedermagazin der Industrie- und Handelskammer der Zentralschweiz (IHZ). Das beweise die Schweiz, die sich im internationalen Vergleich mit interventionistischer Politik zurückhielt und damit gut durch die Multikrise der letzten Jahre gekommen sei.

«Mehr Planungssicherheit und wirtschaftliche Prosperität lassen sich nur erreichen, wenn statt auf mehr Interventionismus auf mehr Ordnungspolitik gesetzt wird – erst recht in turbulenten Zeiten.»

Marco Portmann

Unsichere Zeiten und Krisen charakterisieren sich dadurch, dass Wirtschaft und Politik nur wenige Informationen darüber haben, wie sie bestmöglich auf die Turbulenzen reagieren. Hier helfen die richtigen Rahmenbedingungen: wettbewerbliche Märkte, die eine schnelle Entschlussfassung ermöglichen. Staatliche Entscheidungsmechanismen sind nicht nur träger, sie basieren auch auf weniger Informationen. Auf Staatseingriffe folgen deshalb häufig wirtschaftlich unerwünschte Nebenfolgen. Daher gilt es in zukünftigen Krisen mit ordnungspolitischen Ansätzen das Potenzial der Märkte zu nutzen.