Melanie Häner und Professor Dr. Christoph A. Schaltegger untersuchen in ihrer neusten Publikation die soziale Mobilität in der Schweiz seit 1550. Die Analyse von über 15 Generationen zeigt: Es werden äusserst selten Dynastien gegründet.
Während sich der sozialen Status eines Kindes zu rund 40 Prozent mit jenem der Eltern erklären lässt, ist der Einfluss der Grosselterngeneration noch etwa halb so gross. Der Einfluss von früheren Generationen ist hingegen nicht mehr messbar.
«Im Durchschnitt verwässern die familiären Banden bereits nach vier Generationen»
Ausserdem deutete die Untersuchung der vergangenen 450 Jahren darauf hin, dass die soziale Mobilität in durch Krisen oder Kriegen geprägten Generationen am geringsten ausfiel und in der darauffolgenden Generation wieder zunahm.
Die Analyse basiert auf einem umfangreichen neu erstellten Datensatz aus Basel. Um herauszufinden, welche Familien im Zeitverlauf wie stark auf- oder absteigen, haben sie untersucht, ob eine Familie ihrer Häufigkeit im Geburtsregister entsprechend auch an der Universität Basel immatrikuliert war.
Die Studie von Melanie Häner und Professor Dr. Christoph A. Schaltegger erschien kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift «Journal of Human Resources».