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IWP 03. Januar 2023

«Tu Gutes und sprich darüber»: Wie man Wirtschaftsskepsis abbaut.

Main hall of Bern Railway Station with several people accessing their next connections. Bern Railway Station has on working days arround 200'00 Passengers.

Nicht nur Manager, sondern auch Unternehmer tragen dazu bei, dass in der Schweiz eine Wirtschaftsskepsis um sich greift, sagt der Ökonom Dr. Gerhard Schwarz im NZZ-Chat mit Dr. René Scheu, Geschäftsführer des IWP. Die Gründe dafür könnten unterschiedlicher nicht sein.

Manchen Managern insbesondere in der Finanzindustrie ist die öffentliche Aufmerksamkeit gewiss: Lohnexzesse in den Chefetagen machen regelmässig Schlagzeilen. Dies schürt Misstrauen im Volk und trägt dazu bei, dass das öffentliche Bild der Wirtschaft von Diskussionen über Abzockerei geprägt wird. Die Unternehmer auf der anderen Seite tun viel Gutes, sprechen aber kaum darüber. Mäzenatentum dank unternehmerischem Erfolg ist in der Schweiz weit verbreitet, spielt sich aber – anders als beispielsweise in den Vereinigten Staaten – häufig im Verborgenen ab.

Die beiden Chat-Partner sind sich im übrigen einig: Der Gesellschaft fehlt heute weitgehend das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Unternehmertum und Wohlstand der Schweiz. Die Unternehmen zahlen nicht nur im grossen Umfang Steuern und finanzieren damit qualitativ hochwertige öffentliche Güter wie das Gesundheitswesen oder den öffentlichen Verkehr. Auch Forschung, Innovation, Löhne, Arbeitsplätze und die berufliche Ausbildung sind Leistungen der Unternehmen. Gerhard Schwarz findet, dass es hier mehr ökonomische Aufklärung über wirtschaftliche Zusammenhänge brauche, und er hat wohl Recht.