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IWP 07. Februar 2023

Trend zur Teilzeitarbeit reisst ein Loch in die AHV-Kasse.

Delivery rider at dusk
A Delivery biker looking over their shoulder.

Die AHV könnte rund 23 Prozent zusätzliche Einnahmen generieren, wenn alle Teilzeiterwerbstätigen in der Schweiz einer Vollzeitstelle nachgehen würden. Dies schreiben Dr. Melanie Häner und Tamara Erhardt vom IWP in ihrem Artikel «Die Hebelwirkung des Arbeitsmarkts für das Rentensystem nutzen» im «Schweizer Monat». Die beiden Autorinnen argumentieren, dass bei der Diskussion zur AHV-Finanzierung die Entwicklungen des Beschäftigungsgrads nicht vergessen werden dürfen – denn das durchschnittliche Arbeitspensum der Bevölkerung trägt essenziell zur finanziellen Situation des Vorsorgesystems bei.

Der Blick in die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung zeigt, dass die Teilzeiterwerbstätigkeit (Beschäftigungsgrad von weniger als 90%) in den letzten 30 Jahren in der Schweiz stark zugenommen hat. Die Gründe für die Wahl einer Teilzeitarbeitsstelle sind vielfältig, am häufigsten werden aber Kinderbetreuung und andere familiäre Verpflichtungen genannt. Angesichts der prekären Finanzlage der AHV und des Fachkräftemangels sollten Anreize für Vollzeitbeschäftigung geschaffen werden, schreiben Häner und Erhardt. Um die Rahmenbedingungen zu verbessen, könnten beispielsweise die Kinderbetreuungskosten und steuerliche Hürden beim Zweiteinkommen gesenkt werden.

Im Artikel lesen Sie ausserdem, weshalb das 3-Säulen-Prinzip der Schweiz im internationalen Vergleich auch noch 50 Jahre nach seiner Einführung gute Noten erzielt.