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IWP 18. September 2025

So stimmen die Bundesparlamentarier ab – der neue Parlameter zeigt es.

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In der Herbstsession 2025 lanciert das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern den neuen Parlameter. Die interaktive Online-Plattform zeigt tagesaktuell und übersichtlich, wie die National- und Ständeräte in Bern abgestimmt haben – denn nicht Wahlversprechen, sondern Entscheidungen zeigen, wo ein Parlamentarier politisch wirklich steht.

Wer auf Parteilinie ist 

Der Parlameter stellt neu dar, ob ein Parlamentarier der Parteilinie folgt oder eigene Wege geht – und wem er sich dabei inhaltlich annähert. Auf Parteienebene wird sichtbar, wie geschlossen eine Fraktion auftritt und wie nah oder fern sie anderen politischen Kräften steht. Ausgewählte Erkenntnisse: 

  • 99 % auf der Parteiline: Das erreichen 45 der 200 Nationalräte in den über 2600 Abstimmungen der laufenden Legislatur – im Ständerat schafft das niemand.  
  • Auffällig abweichend: Ausreisser in Sachen Parteilinientreue im Nationalrat ist in der laufenden Legislatur Thomas Rechsteiner von der Mitte – er stimmt in 91 % der Fälle mit seiner Partei. Im Ständerat hat Daniel Jositsch (SP) mit 82 % die Nase vorn.  
  • Umzug abgeschlossen: Seit Nationalrat Matthias Jauslin Mitglied der GLP ist, stimmt er zu 96 % mit der Parteilinie der GLP und zu 71 % mit der FDP-Linie. Vor seinem Partei-Wechsel verhielt er sich ziemlich genau umgekehrt. 
  • Mitteorientiert: Johanna Gapany (FDP) stimmte sowohl in der laufenden Session als auch über die gesamte Legislaturperiode hinweg gleich häufig mit der FDP wie mit der Mitte. Insbesondere in der Landwirtschafts-, Gesundheits-, Sozial- und Verkehrspolitik steht ihr die Mitte näher als die FDP. 

Wer mit welchem Wählern stimmt 

Politik ist kein Selbstzweck, sondern ein Wählerauftrag. Der Parlameter vergleicht deshalb, wie Parlamentarier und Bevölkerung über dieselben Fragen aus eidgenössischen Volksabstimmungen abstimmen – im Ratssaal und an der Urne. 

  • Die GLP traf den Volkswillen am besten: 70 % der grünliberalen Parlamentarier stimmten in den letzten zwei Legislaturperioden wie der Durchschnitt der Stimmbürger. 
  • SP-nahe Wähler finden die beste Vertretung bei den Grünen (79 %). 
  • Zürich wird am besten von einer Thurgauerin vertreten. Brigitte Häberli-Koller von der Mitte stimmt zu 81 % wie das Zürcher Stimmvolk. 

Wer vertritt Sie? 

Beantworten Sie selbst eidgenössische Volksabstimmungsfragen der letzten Jahre und erfahren Sie dank dem Parlameter, welches Parlamentsmitglied Ihnen am nächsten steht.