Auf den ersten Blick klingt es einleuchtend: eine niedrige Steuerbelastung für hohe Einkommen und Vermögen wirkt sich positiv auf die ganze Volkswirtschaft aus. Weil wohlhabende Bürger so mehr Geld für Konsum und Investitionen zur Verfügung haben, tröpfelt der Wohlstand in die unteren Gesellschaftsschichten – so sagt es die «Trickle-down-Theorie».
Die Losung: «Steuern runter, Wachstum hoch», hält Professor Dr. Christoph A. Schaltegger, Direktor des IWP, allerdings für eine stark simplifizierte Denkweise, wie er in einem Interview für «News Plus» des Schweizer Radios erklärt. Steuern seien als wirtschaftspolitisches Instrument ohne Zweifel wichtig, man dürfe sie aber nicht als Allheilmittel verabsolutieren. In der Realität müsse man die gesamten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Nicht nur die Steuern seien wichtig, sondern auch der Arbeitsmarkt, die Bildung und die Infrastruktur.
Weitere Themen des Interviews waren:
- Steuerreform in Grossbritannien
- Steuerwettbewerb in der Schweiz
- Die letzten Steuervorlagen in der Schweiz
- Was wäre eine optimale Steuerpolitik?