Wie lässt sich Inflation vermeiden? Mit einer regelgeleiteten statt einer reagierenden Geldpolitik. So dachte der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Milton Friedman. Seine Erkenntnisse sind bis heute von grosser Bedeutung für die Ökonomie – dies zeige sich gerade heute, sagt Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger, Direktor des IWP, im Interview mit SPHERE, dem Schweizer Fachmagazin für Vermögens- und Anlageverwalter.
Der von Friedman begründete Monetarismus stellt die Steuerung der Geldmenge in den Mittelpunkt und misst ihr eine wichtige Rolle für das Auftreten von Inflation zu. Die wichtige Einsicht, dass Inflation auch immer ein monetäres Phänomen ist, hat sich bewahrheitet. Das heisst: «Geldmengenwachstum führt nicht zwangsläufig in die Inflation, aber ohne ein solches übertriebenes Wachstum kann kein Inflationsprozess am Leben gehalten werden.», sagt Schaltegger.
Daran sollte man sich in der heutigen Zeit erinnern. Der Monetarismus sei schon lange aus der Mode gekommen, was sich in der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken in den letzten Jahre zeige.
Diese ist mit einer verstärkten Vermischung von Staat und Wirtschaft einher gegangen. Schalteggers Rat ist daher: Mehr Ordnungspolitik und weniger Mischwirtschaft.