Von drei Franken, die in der Schweiz erwirtschaftet werden, geht einer durch die Hände des Staates – und die anderen beiden werden durch ihn beeinflusst. Dafür braucht der Staat Personal. Doch wie viele Personen beschäftigen Bund, Kantone und Gemeinden? Für welche Aufgaben setzt der Staat Personal ein? Wie bezahlt der Staat seine Angestellten und wie viel kostet dies den Steuerzahler?
Professor Dr. Christoph A. Schaltegger, Direktor des IWP, Dr. Marco Portmann, Bereichsleiter Institutionen am IWP, und Frederik Blümel MA, Doktorand am IWP, haben die aktuellsten Daten rund um die Beschäftigung im öffentlichen Sektor für eine Bestandesaufnahme zusammengetragen.
Die Studie «Staatliche und staatsnahe Beschäftigung in der Schweiz: Neuer Bericht 2024» zeigt unter anderem:
- Die Beschäftigung im öffentlichen Sektor beträgt nach konservativer Schätzung im Jahr 2021 17.4 % der Schweizer Gesamtbeschäftigung.
- Die Beschäftigung im öffentlichen Sektor ist von 2011 bis 2021 um 15.9 % gewachsen. Im gleichen Zeitraum wuchs die Beschäftigung in der Privatwirtschaft um 10.7 %.
- Die staatlichen Personalausgaben sind von 2008 bis 2021 um 14.8 Milliarden Franken bzw. um 34 % gestiegen.
- Das Wachstum hat sich seit 2008 auf allen Staatsebenen beschleunigt. Die Ausgaben des Bundes wachsen mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2.6 % schneller als jene der Kantone (2.4 %) und Gemeinden (1.7 %).
- Für vergleichbare Tätigkeiten liegen die Löhne in der Bundesverwaltung durchschnittlich 11.7 % höher als in der Privatwirtschaft, in den Kantonsverwaltungen sind es 5.4 % und in den Gemeindeverwaltungen 4.5 %. Dies zeigen die Schätzungen basierend auf Daten der Jahre 2017 bis 2022.