«Die Künstliche Intelligenz (KI) wird bald die Menschheit managen», sagt Prof. Dr. Mathias Binswanger in seiner Vorlesung vom 23. Januar 2024 an der Universität Luzern. Heute gingen die relativ intelligenten Hundebesitzer mit ihren relativ dummen Hunden Gassi. In naher Zukunft jedoch würden künstlich intelligente Roboterhunde ihre relativ dummen Besitzer Gassi führen, prophezeit der Professor für Volkswirtschaftslehre. Viele der neuen smarten KI-Anwendungen übernehmen zunehmend die Rolle eines Coaches in unserem Leben – wie die smarten Roboterhunde, die uns mitteilen, wenn es wieder einmal Zeit für etwas Bewegung ist. Wenn wir nicht aufpassen, wird KI nach Binswanger bald den Alltag dominieren.
Tatsächlich führe uns die künstliche Intelligenz schon eine ganze Weile sprichwörtlich an der Nase herum. Die Vorstellung, dass KI dank Automatisierung das Potential habe, bürokratische Prozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen, sei heute weit verbreitet. In der Realität sei aber genau das Gegenteil der Fall. Dank KI könne viel mehr gemessen werden als vorher. Man erhalte viel mehr Daten und damit auch Möglichkeiten für Kontrolle und Optimierung. Dies schaffe eine neue Komplexität, die wiederum nach noch mehr Einsatz von künstlicher Intelligenz rufe. So würden wir uns unbewusst eine neue Controlling-Bürokratie aufbauen, seien aber nicht wirklich besser informiert.
Wer am meisten von künstlicher Intelligenz profitiert, sehen Sie im Video.