Welche familienpolitischen Ansätze erzielen messbare Verbesserungen? Die Diskussion wird heiss geführt - oftmals ohne die nötige Faktengrundlage. Das Policy Paper «Evidenzbasierte Familienpolitik – Was wirkt wie?» des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern bietet einen umfassenden Überblick über die Schweizer Familienpolitik und ordnet aktuelle Forderungen, wie die Elternzeit oder vergünstigte Fremdbetreuungsangebote aus wissenschaftlicher Sicht ein.
In der Zeitschrift CHSS, einer Online-Publikation des Bundesamts für Sozialversicherungen, stellen Dr. Melanie Häner-Müller und Nina Kalbermatter die wichtigsten Erkenntnisse der gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Schaltegger verfassten Studie vor. Der zentrale Befund: Den Schweizer Familien geht es im internationalen Vergleich finanziell gut, obwohl die Schweiz im internationalen Vergleich wenig staatliche Mittel für die Familienpolitik einsetzt. Entscheidend ist weniger die Höhe der Ausgaben als die gezielte Ausgestaltung familienpolitischer Massnahmen.
Wirksame Familienpolitik zeigt sich an konkreten Verbesserungen: weniger Familienarmut, besseren Startchancen für die Kinder oder eine höhere Erwerbsbeteiligung der Eltern. So stärkt sie Familien und erweitert ihre Handlungsspielräume – ohne ihnen ein bestimmtes Lebensmodell vorzuschreiben.
Im Artikel lesen Sie zudem:
- Inwiefern der Vaterschaftsurlaub zur Gleichstellung beiträgt.
- Welche Familien besonders von vergünstigten Kitaplätzen profitieren.
- Weshalb steuerliche Entlastungen zielführender sind als Kinderzulagen.