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IWP 11. Februar 2025

Erfolgreiche als Klima-Sündenböcke.

A young Asian pilot welcomes passengers into private jet at dusk.

Erfolgreiche dienten als Sündenböcke für die Klimakrise, schreibt Dr. René Scheu, Geschäftsführer des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern. Die Kolumne ist in allen CH-Media-Zeitungen erschienen. Ein ganzes Milieu von aktivistischen internationalen NGOs betreibt nach Scheu Kampagnen gegen die obersten 1% der Vermögenden. Der Tenor: Die Wohlhabenden trügen überproportional zum Klimawandel bei und müssten daher als erste ihre Emissionen reduzieren. Vor allem der Privatjet als Ausdruck von Dekadenz gelte als Feindbild. Dabei machten Privatjetreisen nur rund 4% der Schweizer Flugemissionen und 0.5% der gesamten Schweizer CO2-Emissionen aus, schreibt Scheu.

In Wohlstandsgesellschaften führe es zu nichts, mit dem Finger auf Erfolgreiche zu zeigen – CO2-Emissionen seien, wenn denn, kein Problem der Erfolgreichen, sondern ein gesamtgesellschaftliches, erläutert Scheu. Wer wirklich etwas fürs Klima tun wolle, solle bei sich selbst beginnen. Menschen neigten dazu, Sündenböcke zu suchen – das habe der Philosoph René Girard von der Stanford University treffend beschrieben. Die kollektive Schuldzuweisung an Einzelne oder externe Gruppen diene als Reinigungsmechanismus, um sich der eigenen Schuld zu entledigen.

Warum eine hohe Besteuerung von Luxus und Reichtum die Klimakrise nicht löst, aber auch die Gesellschaft ärmer macht, erklärt René Scheu in seiner Kolumne.