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IWP 24. Januar 2025

Einkommensungleichheit in der Schweiz – die neusten Zahlen.

Bern train station, Bern, Switzerland, Europe

Die Einkommensungleichheit in der Schweiz sei seit Jahren stabil und liege im internationalen Vergleich, selbst vor staatlicher Umverteilung, auf einem niedrigen Niveau, sagt Dr. Melanie Häner-Müller, Bereichsleiterin Sozialpolitik am Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern, im Gespräch mit Claudia Steinmann bei TeleZ. Die Schweiz stelle damit einen bemerkenswerten Sonderfall dar.

Trotz dieser Fakten habe die wahrgenommene Ungleichheit in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Gründe dafür seien vielfältig: Einerseits werde im öffentlichen Diskurs häufig die Metapher einer sich öffnenden Schere zwischen Arm und Reich bemüht, obwohl dieses Bild die tatsächliche Entwicklung der Einkommensverhältnisse verzerre und eine Nullsummenlogik suggerieren würde. Andererseits würden Debatten aus anderen Ländern wie etwa den USA importiert, in denen die Ungleichheit tatsächlich zugenommen habe.

Dieser Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit bleibe nicht ohne Folgen. In der Schweiz habe die Zustimmung für staatliche Umverteilung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen, obwohl die objektiven Daten eine vergleichsweise geringe Ungleichheit zeigten. 

Darüber hinaus erfahren Sie in diesem Video:

  • Welche Umverteilungswirkung die AHV entfaltet und welche Umverteilungsströme im Gesundheitswesen bestehen.
  • Wie die Partnerwahl Ungleichheiten beeinflusst.
  • Wie erfolgreich der interkantonale Steuerwettbewerb ist.