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IWP 11. Juli 2022

Ein Pflästerli für die AHV.

Wound on the knee

Lange hat es gedauert, bis die AHV-21 Reform auf dem Tisch lag: Frauen sollen ein Jahr länger arbeiten und die Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozentpunkte erhöht werden. Während die Bürgerlichen die Stabilisierung der AHV beschwören, sammelt die SP schon fleissig Unterschriften für das Referendum. Bei der Reform handle es sich lediglich um Pflästerlipolitik, schreibt Dr. René Scheu, der Geschäftsführer des IWP, in seiner neuen «Blick»-Kolumne. Denn es ist heute schon klar, dass die Finanzierung der AHV höchstens bis 2030 gesichert werden kann. Spätestens dann wird das politische Ringen um die Sicherung der Altersvorsorge in eine neue Runde gehen. Anstelle von solch mühsam ausgehandelten «Pflästerli» spricht sich René Scheu für eine Entpolitisierung der AHV aus. Er fordert eine Regelbindung, die das Pensionsalter mit der Lebenserwartung verknüpft. Sollte die AHV trotzdem in Schieflage geraten, gelte es, die Kosten der Reformen gerecht zwischen Jung und Alt zu verteilen.