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IWP 23. April 2025

«Ein Handelsabkommen mit den USA wäre von Vorteil für die Schweiz», sagt Gabriel Felbermayr.

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Niemand wisse genau, was Trump mit seiner Zollpolitik erreichen wolle, sagte Prof. Dr. Gabriel Felbermayr in seinem Vortrag am Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern am 16. April 2025. Die Hoffnung bestehe aber, dass Trump die Zölle nur als Druckmittel verwende, um Handelsbarrieren abzubauen und weitere Zugeständnisse in Bereichen wie Migration oder Rüstung von den amerikanischen Handelspartnern zu erzwingen. Weit schlimmer für die Weltwirtschaft wären zwei andere Szenarien: die Einführung der Zölle als Schutzmauer für die US-Industrie oder als Einnahmequelle für den amerikanischen Staat. Beides sei ökonomisch widersprüchlich und stark wohlstandsmindernd, sagte Felbermayr.

Neue Handelsabkommen seien für die USA deshalb grundsätzlich vorteilhaft. Für die Schweiz bestehe die Chance, die wirtschaftlichen Beziehungen mit den USA zu vertiefen. Auch wenn die Schweiz keinen entscheidenden Beitrag zur Verminderung des amerikanischen Leistungsbilanzdefizites leisten könne, habe sie mit ihrer Innovationskraft und als führende Wirtschaftsnation in diversen Sektoren gute Voraussetzungen, um sich als verlässlicher Partner der USA zu positionieren. Es sei im grossen Interesse der Schweiz hier eine aktive Rolle einzunehmen, denn die USA seien mit Abstand das wichtigste Exportland für Schweizer Güter und Dienstleistungen.

Wie stark die Schweiz von einem neuen Handelsabkommen mit den USA profitieren könnte und welche Szenarien dabei denkbar sind, erfahren Sie im Video.

Weitere Themen des Vortrags waren:

• Warum die USA den Handelskrieg nicht gewinnen können.
• Warum die Schweizer Landwirtschaft wichtig für ein US-Handelsabkommen ist.
• Weshalb sich die Schweiz mit Grossbritannien zusammentun sollte.