Ein Handelsabkommen mit den USA müsse höchste Priorität für die Schweizer Politik haben, sagt Prof. Dr. Christoph Schaltegger in der Sendung «Konkret» von Tele Z im Gespräch mit Moderatorin Claudia Steinmann. Die Schweiz habe in der Geschichte mehrfach bewiesen, dass sie mit mächtigen Partnern umgehen könne – dank Flexibilität, Pragmatismus und Realismus. Auch im aktuellen Handelsstreit mit den USA gelte es, moralische Bewertungen hintanzustellen und ein vorteilhaftes Handelsabkommen für die Schweiz auszuhandeln. Letztlich sei es unbestritten, dass ein grosser Teil des Wohlstands und viele Arbeitsplätze in der Schweiz von den wirtschaftlichen Beziehungen mit den USA abhängig seien.
Mit einem anhaltenden Leistungsbilanzdefizit und einer wachsenden Auslandsverschuldung stünden die USA seit Jahren vor strukturellen Herausforderungen im Aussenhandel, sagt Schaltegger. Dies zeige sich auch im steigenden Budgetdefizit des amerikanischen Staatshaushalts. Die Politik Trumps ziele nun darauf ab, mithilfe hoher Zölle massiven Druck auf die wirtschaftlichen Partner der USA auszuüben, um das Leistungsbilanzdefizit zu verringern. Dies müsse die Schweiz wie auch alle Handelspartner der USA nüchtern zur Kenntnis nehmen.
Wie die Schweiz ihre Stärken gegenüber den USA zum Tragen bringen und als Beispiel für das übrige Europa dienen kann, erfahren Sie im Sendebeitrag.
Weitere Themen der Sendung sind:
- Wie die USA in den 1980er Jahren ähnliche Probleme lösen mussten.
- Welche Rolle die Schweizer Landwirtschaft für ein Handelsabkommen spielt.
- Warum weltweiter Freihandel die Grundlage für unseren Wohlstand ist.