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IWP 07. Februar 2023

«Die Personenfreizügigkeit hat versteckte Kosten», sagt Reiner Eichenberger.

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Freie Zuwanderung sei nur unter bestimmten Bedingungen ein Gewinn für die Gesellschaft, sagt Prof. Dr. Reiner Eichenberger im Gespräch mit Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger, Direktor des IWP. Und diese Bedingungen lassen sich ökonomisch beschreiben. Stattdessen herrsche in Politik und Wirtschaftsverbänden eine gewisse Naivität vor, sobald es um Zuwanderung gehe. Es werde immer über den Nutzen gesprochen, aber zu wenig über die Kosten nachgedacht, sagt der Freiburger Ökonom.

Was es brauche, sei eine vollständige Kostenanalyse, also Kostenwahrheit. Ein Posten in dieser Rechnung sei beispielsweise die Infrastruktur, die bei hoher Zuwanderung schneller und stärker ausgebaut werden muss. Auch der Mietmarkt gerate durch die Zuzüger unter Druck, weil tendenziell die Mieten steigen. Ausserdem müssen nach Eichenberger auch die höheren Umweltkosten berücksichtig werden. Jeder Zuwanderer erzeugt mehr CO2, das kompensiert werden muss.

Diese Faktoren führen zu einem Interessenkonflikt zwischen den Zuwanderern und der bestehenden Wohnbevölkerung. Die Zuwanderer profitieren vom hohen Lohnniveau und der Standortqualität. Für die bestehenden Einwohner sinkt aber in der Tendenz die Qualität der Infrastruktur durch Überfüllung, derweil die Mieten steigen und es zu Lohndruck kommt.

Um den Interessenskonflikt zwischen Einwanderern und bestehender Wohnbevölkerung aufzulösen, hat Eichenberger eine einfache Lösung. Wie diese aussieht, erklärt er im Video.

Weitere Themen des Gesprächs sind:

  • Die nach Eichenberger falsche Gleichsetzung von positiven Wohlstandsgewinnen des Freihandels und den Wohlstandszuwächsen durch Personenfreizügigkeit.
  • Welche Gruppen von der Personenfreizügigkeit profitieren und welche in der Schweiz eher zu den Verlierern zählen.
  • Wie Ausländer besser an der Schweizer Demokratie beteiligt werden können, ohne volles Wahlrecht zu erhalten.