Schulden ohne Limit gefährdeten Wohlstand und Sicherheit, schreiben Prof. em. Dr. Dr. h.c. Ernst Baltensperger, Prof. Dr. Dr. h.c. Lars P. Feld, Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger und Prof. Dr. Volker Wieland in ihrem Gastbeitrag für die Neue Zürcher Zeitung vom 10. April 2025. Solide Staatsfinanzen seien eine Voraussetzung für einen handlungsfähigen Staat, zumal steigende Zinskosten den Haushalt zusätzlich belasten könnten. Jedoch hielten die Zentralbanken weltweit mittlerweile mehr Staatsanleihen als nach dem Zweiten Weltkrieg. Insbesondere der aufgeblähte Sozialstaat vieler europäischer Staaten sei zunehmend ein strukturelles Problem für die Staatsfinanzen.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine habe die weltweite Schuldenproblematik weiter verschärft. Die schnelle Aufrüstung von Europas Streitkräften werde mit neuen Schulden finanziert. In Deutschland werde gar die Schuldenbremse ausser Kraft gesetzt, um der neuen Bundesregierung ein Spielraum für Ausgaben in der Höhe von über einer Billion Euro zu verschaffen. Deutschland folge damit dem globalen Trend zur immer höheren Staatsverschuldung. Die Schweiz stehe im Vergleich gut da: Dank ihrer Schuldenbremse habe sie weiterhin eine niedrige Staatsverschuldung. Wie es der Schweiz gelingen kann, die Fehler anderer Länder zu vermeiden und trotzdem ihre Verteidigung in den nächsten Jahren zu stärken, erfahren Sie im folgenden Artikel.
Weitere Themen des Artikels sind:
- Warum Staatsschulden das Wirtschaftswachstum hemmen.
- Weshalb Staatsinvestitionen häufig zu noch mehr Schulden führen.
- Warum Staaten ein solides Portfolio an Vermögenswerten brauchen.