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IWP 10. Juni 2025

«Der Staat sollte sich auf seine Kernaufgaben beschränken», sagt Christoph Schaltegger.

Wp 23340 B0002458

Der öffentliche Sektor solle nur da aktiv werden, wo es zu Marktversagen komme, sagt Prof. Dr. Christoph Schaltegger im Deloitte-Podcast mit Michael Grampp, Chief Economist & Head of Research bei Deloitte. Nur wenn der freie Markt nicht in der Lage sei, die Bedürfnisse der Menschen angemessen zu erfüllen, dürfe die öffentliche Hand eingreifen. Die Corona-Pandemie jedoch habe zu einem Anstieg der Staatsquote geführt. In Deutschland liege sie seither bei rund 50 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung; in der Schweiz betrage sie mittlerweile etwa ein Drittel.

Entscheidend sei dabei nicht nur die Höhe der Staatsausgaben insgesamt, sondern deren Entwicklung je Einwohner. In Deutschland wie in der Schweiz lasse sich hier ein Anstieg beobachten. Skaleneffekte, durch die staatliche Leistungen bei wachsender Bevölkerungszahl eigentlich effizienter werden sollten, blieben derweil aus. Angesichts dieser Entwicklung sei es unerlässlich, dass Ökonomen den wachsenden Einfluss des Staates kritisch hinterfragten und den Mitteleinsatz systematisch auf Wirksamkeit prüften. Ineffizientes Staatswachstum schmälere die Wirtschaftsleistung und mindere langfristig den Wohlstand der Bevölkerung.

Wie Deutschland und die Schweiz der Spirale des stetigen Staatswachstums entkommen können, erfahren Sie im Deloitte Future Talk Podcast «Episode 209 - Bürokratie- statt Wirtschaftswachstum: Was tun?».

Weitere Themen des Podcasts sind:

  • Die Ursachen und Folgen des Bürokratiewachstums.
  • Die Voraussetzungen für einen effizienten und leistungsfähigen Staat.
  • Die Lohnschere zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft.