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IWP 07. Februar 2023

Der «Gender-Pay-Gap» muss richtig berechnet werden.

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Nur weil man keine Erklärung für die Lohndifferenz zwischen Mann und Frau findet, kann man nicht auf Diskriminierung schliessen, schreibt René Scheu in seiner neuen «Blick-Kolumne». Gemeint sind die Resultate der Auswertung der Lohnstrukturerhebung vom Bundesamt für Statistik (BFS). Jahr für Jahr stellt das BFS fest, dass rund 8 % der durchschnittlichen Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern («Gender-Pay-Gap) nicht erklärt werden kann – und schliesst auf Diskriminierung.

Der Lohnunterschied ist nicht eine Folge von Diskriminierung, sondern Resultat eines unvollständigen Berechnungsmodells, schreibt Scheu. Weder die Berufserfahrung noch flexible Arbeitsmodelle werden adäquat berücksichtigt – beides Faktoren, die massgeblichen Einfluss auf die Höhe des Lohnes haben. Im Durchschnitt sind es immer noch mehr Mütter als Väter, die nach der Geburt eines Kindes eine Auszeit nehmen und dann ein flexibles Arbeitsmodell wählen, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Beides wirkt sich negativ auf den Lohn aus – ist aber die Folge einer bewussten Entscheidung und nicht etwa von Diskriminierung.

Dabei gäbe es eine einfache Lösung, um die Verwirrung rund um den Gender-Pay-Gap in der Lohnstrukturerhebung zu vermeiden – nachzulesen ist sie in der Kolumne.