Die Jungfreisinningen des Kantons Zürich haben das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern mit dem renommierten Liberal Award 2023 ausgezeichnet, einer Anerkennung für gesellschaftliches Engagement und die Förderung der öffentlichen Meinungsbildung. Die feierliche Preisverleihung, in deren Mittelpunkt eine Bronze-Skulptur des kürzlich verstorbenen Künstlers Max Zuber steht, fand am 25. September 2023 im Startup-Incubator Bluelion in Zürich statt.
Das IWP bereite Forschungsergebnisse auf verständliche Art und Weise auf und trage so zu einer unvoreingenommenen Meinungsbildung der Stimmbürger bei, sagte Luis Deplazes, Präsident der Jungfreisinnigen Zürich, in seiner Laudatio. In einer Zeit von gesellschaftlicher Spaltung und «Fake News» sei dies ein wichtiger Beitrag:
«Der Preis würdigt den faktenbasierten Beitrag des Instituts zur wirtschaftspolitischen Diskussion in der Schweiz.»
Der Preis wurde von Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger, Direktor IWP, und Dr. René Scheu, Geschäftsführer IWP, entgegengenommen. In der gemeinsamen Dankesrede hoben sie die Bedeutung von Fakten für den von Meinungen geprägten gesellschaftlichen Diskurs hervor. Fakten würden nicht auf der Strasse herumliegen, sondern seien zuerst in aufwendiger Datenarbeit zu eruieren und dann zu interpretieren – Fakten seien mithin teuer, sagte Schaltegger. Meinen hingegen, sagte Scheu, sei Reden ohne Wahrheitsanspruch. Jeder könne alles Mögliche zu allem Möglichen meinen – Meinungen seien billig. Sie wüchsen wie Haare, zitierte er ein Bonmot des Journalisten Constantin Seibt.
In einer Zeit der lauten Meinungsmache sei es die Aufgabe eines Forschungsinstituts, die Bürger sachlich zu informieren, führte Schaltegger weiter aus. Das IWP sehe sich als Dienstleister der Stimmbürger. Als gelungenes Beispiel für moderne Wissenschaftskommunikation führte wiederum Scheu die Plakatkampagne des IWP mit 100 Fakten zur Schweiz an. Die Botschaften auf den Plakaten waren einerseits fundiert und mit Quellenangabe versehen und anderseits für jedermann verständlich. Und das Schöne an diesem alten Medium, das Öffentlichkeit herstellt, ist wiederum nach Schaltegger: Plakate lassen sich nicht wegklicken.
Im Anschluss an die Dankesrede gab es ein Podium unter der Moderation von Dominik Feusi, stellvertretender Chefredakteur des «Nebelspalters», der Christoph A. Schaltegger und René Scheu zu ihrem Werdegang und der Arbeit am IWP befragte. Das zahlreich erschienene Publikum lauschte gebannt und feierte mit dem IWP-Team auf der Dachterrasse von Bluelion im Industriequartier die Preisträgerin – das IWP.
Hier sehen Sie einige Eindrücke des Anlasses.