Die aktuelle politische Debatte über unsere Altersvorsorge ist stark von Detailfragen und Vorurteilen geprägt. Dabei geraten die grossen Zusammenhänge allzu leicht aus dem Blick. Als am 3. Dezember 1972 fast drei Viertel der Schweizer Stimmbürger das Drei-Säulen-Modell annahmen, war die Hoffnung gross – seither sind jedoch Reformanstrengungen an der Urne zuverlässig gescheitert. Pünktlich zum 50. Geburtstag des Drei-Säulen-Modells der Schweizer Altersvorsorge steht am 25. September 2022 eine weitere Volksabstimmung über Anpassungen in der ersten Säule an. Gleichzeitig stehen auch Reformvorschläge für die zweite Säule, die obligatorische berufliche Vorsorge («BVG»), im Raum.
Höchste Zeit, einen genaueren Blick auf die Schweizer Altersvorsorge zu werfen. Unser Policy Paper erklärt die Entstehung, die Ziele und die Funktionsweisen der drei Säulen. Wir stellen unser Vorsorgemodell auf den Prüfstand und vergleichen es mit Alternativen aus anderen europäischen Ländern. Ausserdem rechnen wir vor, was von Reich zu Arm und von Jung zu Alt umverteilt wird – und wagen einen Blick in die Zukunft.