Beiträge
IWP 22. März 2023

Bürokratischer Leerlauf: Welche Lösungsansätze helfen.

Large group of unrecognizable business people's legs during a meeting.

Um statistische Vergleiche zwischen Ländern zu ermöglichen, werden Kennzahlen gerne ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung eines Landes gestellt. So auch die staatlichen Personalausgaben, um den «staatlichen Fussabdruck» eines Landes bestimmen zu können. Dieser fällt für die Schweiz im europäischen Vergleich äusserst klein aus. Ob dafür tiefe Personalausgaben oder die grosse Wirtschaftsleistung verantwortlich ist, bleibt aber unklar. Aus diesem Grund spricht sich Dr. Marco Portmann vom IWP in der Zeitschrift «im dialog» der CSS-Versicherung für die Betrachtung der Pro-Kopf-Ausgaben aus. Messe man den staatlichen Fussabdruck auf diese Wiese, liege die Schweiz lediglich im europäischen Mittelfeld.

Hinzu komme, dass die Mitarbeiter von staatsnahen Betrieben in der Schweiz anders als im Ausland nicht zu den Staatsangestellten gezählt werden. Daher werde der staatliche Fussabdruck in den gängigen Statistiken nur ungenügend wiedergegeben.

«Die gängigen Statistiken geben den staatlichen Fussabdruck der Schweiz nur ungenügend wieder.»

Marco Portmann

Es könne zudem nicht ausgeschlossen werden, dass die Schweiz noch weiter zurückfalle. Denn mangelnder Wettbewerb und fehlender Effizienzdruck lasse den staatlichen Fussabdruck langsam, aber stetig wachsen, schreibt Portmann. Eine einfache Lösung, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, gebe es nicht. Ein möglicher Ansatzpunkt sei die Anregung eines fundierten gesellschaftlichen Diskurses über die Frage, welche Aufgaben der Staat in welcher Form wahrnehmen soll. Wo staatliche Einflussnahme gesellschaftlich gewünscht sei, soll sie sich auf die Schaffung der Rahmenbedingungen beschränken, um Wettbewerbsmechanismen zu erhalten bleiben.

Welche weiteren Ansatzpunkte zur Reduktion der Bürokratie erfolgversprechend, lesen Sie im Artikel.