Den Bankensektor könne man nicht mit anderen Wirtschaftssektoren vergleichen, schreibt Dr. Adriel Jost, Fellow des IWP, in einem Gastkommentar in der «NZZ». Dies gelte es bei der Diskussion um die Bankenregulierung zu bedenken, die die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS neu entfacht habe.
Der Bankensektor bewege sich ausserhalb der Marktwirtschaft, sagt Jost. Banken schöpfen Geld, indem sie Kredite vergeben. Für diese Tätigkeit benötigen sie eine staatliche Lizenz. Damit seien Banken eher staatsnahe Betriebe, die im Verbund mit staatlichen Institutionen wie der Zentralbank ein funktionierendes Geld- und Kreditsystem bereitstellen. Das Bankwesen müsse daher wie eine öffentliche Einrichtung verstanden werden.
Die vielfältigen negativen Auswirkungen einer Insolvenz verhindere, dass der Staat Banken einfach Konkurs gehen lasse. Jost schlägt daher vor, Banken wie andere staatsnahe Betriebe zu regulieren. Wie ein solches Reglement in Grundzügen aussehen könnte, erklärt Adriel Jost in seinem Kommentar.