Die Schweizer Altersvorsorge feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag: In seiner heutigen Form gibt es das Drei-Säulen-System seit einem halben Jahrhundert. Grund genug, seine Zukunftsfähigkeit zu checken. Dr. Melanie Häner und Tamara Erhardt vom IWP erklären im Interview mit dem Schweizer Versicherungsverband (SVV), wie das Altersvorsorgemodell der Schweiz entstanden ist, wie es funktioniert – und vor allem: wo Reformbedarf besteht.
Wie eine kürzliche veröffentlichte Studie des IWP zeigt, steht die Schweizer Altersvorsorge – gerade im Vergleich zu den Vorsorgesysteme andere Länder – grundsätzlich gut da. Allerdings gibt es grosse gesellschaftliche, aber auch politische Herausforderungen, die es zu meistern gilt:
- Die Alterung der Bevölkerung
- Unterschiedliche Lebens- und Arbeitsmodelle
- Wenig finanzielle Anreize, über das ordentliche Rentenalter hinaus zu arbeiten
Ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Finanzierung hat das das Schweizer Stimmvolk am 25. September mit dem Ja zur AHV gemacht. Aber auch in der zweiten Säule gibt es Reformbedarf.