«Schafft die Pensionierung ab», fordert Felix E. Müller.

Von Dr. Thomas Studer
Herr Müller, wann haben Sie sich zuletzt eine klassische Freude als Pensionär gegönnt – zum Beispiel eine Kreuzfahrt oder ein Klassentreffen?

Dann arbeiten Sie also auch im Rentenalter weiter?

Touché. Sie lehnen also das Pensionsetikett ab?

Zur Person

Dr. Felix E. Müller ist als Publizist und Berater tätig, unter anderem als Senior Advisor des Swiss Economic Forum. Von 2018 bis 2024 war er Präsident des Zürcher Film Festival. Davor war er Chefredaktor der NZZ am Sonntag, deren Lancierung er im Jahr 2002 als Leiter der Konzeptarbeiten massgeblich mitprägte. Zuvor wirkte er als Journalist bei der Neuen Zürcher Zeitung, der Weltwoche und beim Züri Leu. 2016 wurde Dr. Felix E. Müller für sein Gesamtwerk mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet.

In Ihrem neuen Buch «Schafft die Pensionierung ab» fordern Sie – wie es der Titel sagt – die Abschaffung der klassischen Pensionierung. Warum genau?

...Sie kritisieren insbesondere das fixe Rentenalter von 65...

Sie können nicht verstehen, warum sich so viele auf die Pensionierung freuen?

Was bedeutet dies ökonomisch?

Wie könnte denn ein Rentensystem aussehen, das besser zur heutigen Arbeitswelt passt?

Warum werden solche Modelle heute nicht längst umgesetzt?

Welche realistischen Schritte könnten denn eine grosse Wirkung entfalten?

Denken Sie, es genügt, wenn die rechtlichen Hürden fallen – oder braucht es weitere Voraussetzungen, damit eine Erwerbstätigkeit über 65 tatsächlich zur Norm werden kann?