«Herkunft bestimmt nicht das Leben», sagt Tamara Erhardt.
Tamara, du forschst zur Sozialhilfe in der Schweiz. Was habt ihr euch angeschaut?
Und was habt ihr herausgefunden?
Zur Person
Tamara Erhardt arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Bereich Sozialpolitik am Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern. Das Interesse an Fragestellungen bezüglich Wechselwirkungen von Wirtschaft und Gesellschaft motivierte sie für den Master in Politischer Ökonomie an der Universität Luzern, den sie im Winter 2022 abschloss. Neben dem Masterstudium absolvierte Tamara ein Praktikum bei der Schweizerischen Nationalbank. Die Neugierde an der Gestaltung von gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen veranlasste sie, im Frühling 2022 ein Doktorat am IWP zu beginnen. Im Rahmen ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit den Bedarfsleistungen und den Sozialversicherungen sowie deren Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt.

Was heisst das konkret?
Warum habt ihr euch konkret die Sozialhilfe angeschaut?
«Wir haben die Sozialhilfe untersucht, weil sie zeigt, was am unteren Rand der Gesellschaft passiert – dort, wo das Geld knapp ist.»
Das bringt mich gleich zur nächsten Frage – wird Sozialhilfe eher «vererbt» als Einkommen oder die Bildung?
Wie habt ihr die Weitergabe von Sozialhilfe über Generationen überhaupt gemessen?
Und wie lässt sich mit diesem Ansatz erkennen, wie sich Sozialhilfe über mehrere Generationen hinweg weitergibt?
Warum habt ihr nicht einfach direkt Grosseltern und Enkel betrachtet?
«Wenn Geschwister Sozialhilfe beziehen, zeigt das den Einfluss der Eltern. Wenn auch Cousins Sozialhilfe beziehen, sieht man den Einfluss der Grosseltern.»