SID Income

Wie ungleich ist die Schweiz?

Die interaktive Swiss Inequality Database zeigt die Entwicklung der Einkommensverteilung seit 1917. Die Einkommensverteilung in einem Land ist aus gesellschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Perspektive höchst relevant. Die Swiss Inequality Database bietet neben einer einzigartigen Datenbasis zur Ungleichheit in der Schweiz auch allen Usern die Möglichkeit, Grafiken personalisiert darzustellen und herunterzuladen. Die Swiss Inequality Database gibt Antworten auf folgende Fragen:

1

Wie hat sich die Einkommensverteilung in der Schweiz von 1917 bis heute entwickelt?

Die folgenden interaktiven Grafiken zeigen den Anteil der obersten Einkommensgruppen am Gesamteinkommen aller Steuerzahler im jeweiligen Ort. Die Anteile geben an, wie viel Prozent von allen Einkommen die obersten Einkommensgruppen auf sich vereinen. Wenn zum Beispiel der Einkommensanteil der Top-10%-Verdiener bei 35% liegt, haben sie im entsprechenden Jahr 35% des Gesamteinkommens eingenommen. Die Verteilung vor Steuern widerspiegelt die Einkommenssituation, bevor der Staat die Einkommen umverteilt. Die Verteilung nach Steuern zeigt die Situation nach Umverteilung durch den Staat. Hier erfahren Sie mehr zu Daten & Methode.

Einkommensgruppe Einkommensanteil Jahr
1917
2020

IWP – Swiss Inequality Database

So personalisieren Sie die interaktiven Grafiken.

Stellen Sie im Menu über der Grafik Ihre gewünschten Parameter ein:

Wie lässt sich die Einkommensverteilung genau messen?

Daten

Die Swiss Inequality Database (SID) stützt sich auf die offiziellen Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten. Die Steuerdaten haben zwei grosse Vorteile. Erstens erlauben sie eine langfristige Betrachtung, da Daten zum steuerbaren Einkommen in der Schweiz bis ins Jahr 1917 zurückreichen. Zweitens ermöglichen Steuerstatistiken eine präzise und konsistente Analyse der obersten Einkommen, da sämtliche Steuerzahler berücksichtigt werden («Vollerhebung»). Dies im Unterschied zu Umfragen, in denen Steuerzahler mit hohen Einkommen oftmals nicht vertreten und die Angaben deshalb weniger verlässlich sind.

Methode

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) veröffentlicht jährlich Steuerdaten, die in verschiedene Einkommensklassen unterteilt werden. Zu den Einkommen zählen alle steuerbaren Einkünfte, dazu gehören Arbeits- wie auch Kapitaleinkünfte. Das zugrundeliegende Einkommenskonzept ist das Reineinkommen pro Haushalt gemäss Definition in der Bundessteuerstatistik.* Dieses weicht geringfügig von der Definition gemäss Art. 25 DBG und Art. 9 Abs. 1 StHG ab und beinhaltet das steuerbare Einkommen zuzüglich des Kinderabzugs, Zweitverdienerabzugs, Verheiratetenabzugs und Versicherungsabzugs.

Die Verwendung dieses Konzepts erlaubt die internationale Vergleichbarkeit der Daten. Wie die Einkommen innerhalb der verschiedenen Klassen genau verteilt sind, ist in den öffentlich zugänglichen Daten nicht ersichtlich. Um daraus den Anteil der Top-Einkommen präzise ableiten zu können, müssen Annahmen zur Einkommensverteilung getroffen werden. Zahlreiche empirische Studien¹ zeigen, dass die Spitzeneinkommen einer bestimmten Verteilung (der sogenannten Pareto-Verteilung, benannt nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto) folgen. Mit dieser international etablierten Methode lassen sich die Anteile der Top-Einkommen sehr genau bestimmen. Die Anteile der tieferen Einkommen können damit hingegen nicht beschrieben werden, weil diese Verteilungsannahme lediglich ab den obersten 20 Prozent greift. Deshalb beschränkt sich die Swiss Inequality Database in ihren Auswertungen auch auf die obersten 20 Prozent der Einkommensbezüger.

Die Einkommensanteile nach Steuern werden ebenfalls auf der Grundlage der publizierten Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten ermittelt, wobei dieselben Annahmen zur Anwendung kommen. Dabei gilt es zu beachten, dass die rein steuerliche Umverteilung berücksichtigt wird. So ist beispielsweise die umverteilende Wirkung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) nicht enthalten. Für die Jahre ab 2019 werden die neuen verbesserten Steuerbelastungsstatistiken der ESTV verwendet. Auf unsere Kennzahlen hat dies lediglich minime Auswirkungen, sodass deren Vergleichbarkeit über die Zeit vollständig erhalten bleibt.

Für die Jahre vor 1993 sind keine Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verfügbar. Dieser Anteil wird durch einen Abgleich der Anzahl Steuersubjekte gemäss Eidgenössischer Steuerstatistik und der Anzahl potenzieller Steuerpflichtiger gemäss statistischem Jahrbuch der Schweiz ermittelt. Ab 1993 werden die verfügbaren ESTV-Daten zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verwendet. Dieser unvermeidliche Wechsel der Datengrundlage erklärt für manche Kantone den grossen Sprung im Anteil der Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen im Übergangsjahr 1993.

Ab 2013 werden in den Steuerstatistiken auch die Stufen des Einkommens basierend auf dem Reineinkommen ausgewiesen. Für die Jahre davor basieren diese Stufen auf dem steuerbaren Einkommen. Dies hat Auswirkungen auf die von uns berechneten Einkommensschwellen in den Grafiken 4.1 und 4.2. So wird die Höhe der Einkommensschwellen bis und mit 2012 unterschätzt. Damit ist die Entwicklung der Schwellen zwischen 1917 und 2012 einerseits getrieben durch das Wirtschaftswachstum, andererseits aber auch durch die sich verändernden Steuerabzugsmöglichkeiten. Die Vergleichbarkeit innerhalb dieses Zeitraums ist vollständig gegeben. Dasselbe gilt für den Zeitraum ab 2013. Auf die Topeinkommensanteile und damit die restlichen Abbildungen hat dies jedoch vernachlässigbare Effekte.

Die Daten der Swiss Inequality Database wurden unter Einhaltung gültiger wissenschaftlicher Standards verwendet. Basierend auf diesen Daten wurden bereits folgende wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht:

  • Feld, L. P.; Frey, C.; Schaltegger, C.A. & Schmid, L.A. (2021). Fiscal federalism and income inequality: An empirical analysis for Switzerland. Journal of Economic Behavior & Organization 185, S. 463-494.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2021). The initiative, referendum, and distribution of income: An empirical analysis of Swiss cantons. European Journal of Political Economy 66, S. 1-31.
  • Frey, C.; Gorgas, C. & Schaltegger, C.A. (2017). The long run effects of taxes and tax competition on top income shares: an empirical investigation. Review of Income and Wealth 63(4), S. 792-820.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2016). Progressive taxes and top income shares: A historical perspective on pre- and post-tax income concentration in Switzerland. Economic Letters 148, S. 5-9.
  • Schaltegger, C.A.; Frey, C. & Häner, M. (2018). Zur Einkommensverteilung in der Schweiz. Wirtschaftswissenschaftliches Studium 47(11), S. 27-34.
  • Schaltegger, C.A.; Gorgas, C. (2011). The Evolution of Top Incomes in Switzerland over the 20th Century. Swiss Journal of Economics and Statistics 147(4), S. 479-519.

Wir danken an dieser Stelle Dr. Christian Frey und Dr. Christoph Gorgas für die systematische Erstellung dieses wertvollen Datenschatzes.

Falls Sie

  • Anregungen oder Fragen zur Swiss Inequality Database Health haben,
  • die den Grafiken zugrundeliegenden Datensätze als Excel-Datei beziehen möchten,
  • oder im Besitze von weiterführenden Datensätzen sind, die wir in die SID Health integrieren können,

dann melden Sie sich bitte unter forschung@iwp.swiss.

*Massgebend für die Bestimmung der Haushalte ohne Steueraufkommen ist das steuerbare Einkommen. Unter einem Haushalt wird eine Steuereinheit verstanden. Konkubinatspaare gelten folglich als zwei separate Haushalte, verheirate Paare hingegen als ein gemeinsamer Haushalt. Dieser Umstand kann eine Verzerrung nach sich ziehen, falls die Heiratshäufigkeit zwischen den verschiedenen Einkommensgruppen variiert.²

¹ Auswahl empirischer Studien zur Pareto-Verteilung:

  • Piketty, T. (2001) Les hauts revenus en France au XXe siècle. Inégalités et redistributions 1901– 1998, Bernard Grasset, Paris.
  • Dell, F., Piketty, T. and Saez, E. (2007) Income and Wealth Concentration in Switzerland over the Twentieth Century, in Top Incomes Over the Twentieth Century: A Contrast Between Continental European and English-Speaking Countries. (Eds.) A. B. Atkinson and T. Piketty, Oxford University Press, Oxford, chap. 11, pp. 472–500.
  • Atkinson, A. B. and Piketty, T. (2010) Top Incomes: A Global Perspective, Oxford University Press, Oxford.

² vgl. z.B. Auten, G. and Splinter, D. (2024). Income inequality in the United States: Using tax data to measure long-term trends. Journal of Political Economy (forthcoming).

2

Wie stark verändert der Staat die Einkommensverteilung durch Umverteilung?

In den folgenden interaktiven Grafiken sieht man das Ausmass der Umverteilung für die obersten Einkommensgruppen. Die Berechnung der Umverteilung erfolgt, indem die Einkommensanteile der Top-Verdiener vor und nach Steuern miteinander verglichen werden. Die Differenz entspricht der steuerlichen Umverteilung durch den Staat. Je grösser diese Differenz ist, desto höher ist die steuerliche Umverteilung. Beträgt beispielsweise der Einkommensanteil der Top-10%-Verdiener 35% vor Steuern und 31% nach Steuern, hat ihr Anteil am Gesamteinkommen durch die Besteuerung folglich um 4 Prozentpunkte abgenommen. Hier erfahren Sie mehr zu Daten & Methode.

Einkommensgruppe Ort Jahr
1945
2020

IWP – Swiss Inequality Database

So personalisieren Sie die interaktiven Grafiken.

Stellen Sie im Menu über der Grafik Ihre gewünschten Parameter ein:

Wie lässt sich die Einkommensverteilung genau messen?

Daten

Die Swiss Inequality Database (SID) stützt sich auf die offiziellen Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten. Die Steuerdaten haben zwei grosse Vorteile. Erstens erlauben sie eine langfristige Betrachtung, da Daten zum steuerbaren Einkommen in der Schweiz bis ins Jahr 1917 zurückreichen. Zweitens ermöglichen Steuerstatistiken eine präzise und konsistente Analyse der obersten Einkommen, da sämtliche Steuerzahler berücksichtigt werden («Vollerhebung»). Dies im Unterschied zu Umfragen, in denen Steuerzahler mit hohen Einkommen oftmals nicht vertreten und die Angaben deshalb weniger verlässlich sind.

Methode

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) veröffentlicht jährlich Steuerdaten, die in verschiedene Einkommensklassen unterteilt werden. Zu den Einkommen zählen alle steuerbaren Einkünfte, dazu gehören Arbeits- wie auch Kapitaleinkünfte. Das zugrundeliegende Einkommenskonzept ist das Reineinkommen pro Haushalt gemäss Definition in der Bundessteuerstatistik.* Dieses weicht geringfügig von der Definition gemäss Art. 25 DBG und Art. 9 Abs. 1 StHG ab und beinhaltet das steuerbare Einkommen zuzüglich des Kinderabzugs, Zweitverdienerabzugs, Verheiratetenabzugs und Versicherungsabzugs.

Die Verwendung dieses Konzepts erlaubt die internationale Vergleichbarkeit der Daten. Wie die Einkommen innerhalb der verschiedenen Klassen genau verteilt sind, ist in den öffentlich zugänglichen Daten nicht ersichtlich. Um daraus den Anteil der Top-Einkommen präzise ableiten zu können, müssen Annahmen zur Einkommensverteilung getroffen werden. Zahlreiche empirische Studien¹ zeigen, dass die Spitzeneinkommen einer bestimmten Verteilung (der sogenannten Pareto-Verteilung, benannt nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto) folgen. Mit dieser international etablierten Methode lassen sich die Anteile der Top-Einkommen sehr genau bestimmen. Die Anteile der tieferen Einkommen können damit hingegen nicht beschrieben werden, weil diese Verteilungsannahme lediglich ab den obersten 20 Prozent greift. Deshalb beschränkt sich die Swiss Inequality Database in ihren Auswertungen auch auf die obersten 20 Prozent der Einkommensbezüger.

Die Einkommensanteile nach Steuern werden ebenfalls auf der Grundlage der publizierten Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten ermittelt, wobei dieselben Annahmen zur Anwendung kommen. Dabei gilt es zu beachten, dass die rein steuerliche Umverteilung berücksichtigt wird. So ist beispielsweise die umverteilende Wirkung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) nicht enthalten. Für die Jahre ab 2019 werden die neuen verbesserten Steuerbelastungsstatistiken der ESTV verwendet. Auf unsere Kennzahlen hat dies lediglich minime Auswirkungen, sodass deren Vergleichbarkeit über die Zeit vollständig erhalten bleibt.

Für die Jahre vor 1993 sind keine Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verfügbar. Dieser Anteil wird durch einen Abgleich der Anzahl Steuersubjekte gemäss Eidgenössischer Steuerstatistik und der Anzahl potenzieller Steuerpflichtiger gemäss statistischem Jahrbuch der Schweiz ermittelt. Ab 1993 werden die verfügbaren ESTV-Daten zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verwendet. Dieser unvermeidliche Wechsel der Datengrundlage erklärt für manche Kantone den grossen Sprung im Anteil der Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen im Übergangsjahr 1993.

Ab 2013 werden in den Steuerstatistiken auch die Stufen des Einkommens basierend auf dem Reineinkommen ausgewiesen. Für die Jahre davor basieren diese Stufen auf dem steuerbaren Einkommen. Dies hat Auswirkungen auf die von uns berechneten Einkommensschwellen in den Grafiken 4.1 und 4.2. So wird die Höhe der Einkommensschwellen bis und mit 2012 unterschätzt. Damit ist die Entwicklung der Schwellen zwischen 1917 und 2012 einerseits getrieben durch das Wirtschaftswachstum, andererseits aber auch durch die sich verändernden Steuerabzugsmöglichkeiten. Die Vergleichbarkeit innerhalb dieses Zeitraums ist vollständig gegeben. Dasselbe gilt für den Zeitraum ab 2013. Auf die Topeinkommensanteile und damit die restlichen Abbildungen hat dies jedoch vernachlässigbare Effekte.

Die Daten der Swiss Inequality Database wurden unter Einhaltung gültiger wissenschaftlicher Standards verwendet. Basierend auf diesen Daten wurden bereits folgende wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht:

  • Feld, L. P.; Frey, C.; Schaltegger, C.A. & Schmid, L.A. (2021). Fiscal federalism and income inequality: An empirical analysis for Switzerland. Journal of Economic Behavior & Organization 185, S. 463-494.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2021). The initiative, referendum, and distribution of income: An empirical analysis of Swiss cantons. European Journal of Political Economy 66, S. 1-31.
  • Frey, C.; Gorgas, C. & Schaltegger, C.A. (2017). The long run effects of taxes and tax competition on top income shares: an empirical investigation. Review of Income and Wealth 63(4), S. 792-820.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2016). Progressive taxes and top income shares: A historical perspective on pre- and post-tax income concentration in Switzerland. Economic Letters 148, S. 5-9.
  • Schaltegger, C.A.; Frey, C. & Häner, M. (2018). Zur Einkommensverteilung in der Schweiz. Wirtschaftswissenschaftliches Studium 47(11), S. 27-34.
  • Schaltegger, C.A.; Gorgas, C. (2011). The Evolution of Top Incomes in Switzerland over the 20th Century. Swiss Journal of Economics and Statistics 147(4), S. 479-519.

Wir danken an dieser Stelle Dr. Christian Frey und Dr. Christoph Gorgas für die systematische Erstellung dieses wertvollen Datenschatzes.

Falls Sie

  • Anregungen oder Fragen zur Swiss Inequality Database Health haben,
  • die den Grafiken zugrundeliegenden Datensätze als Excel-Datei beziehen möchten,
  • oder im Besitze von weiterführenden Datensätzen sind, die wir in die SID Health integrieren können,

dann melden Sie sich bitte unter forschung@iwp.swiss.

*Massgebend für die Bestimmung der Haushalte ohne Steueraufkommen ist das steuerbare Einkommen. Unter einem Haushalt wird eine Steuereinheit verstanden. Konkubinatspaare gelten folglich als zwei separate Haushalte, verheirate Paare hingegen als ein gemeinsamer Haushalt. Dieser Umstand kann eine Verzerrung nach sich ziehen, falls die Heiratshäufigkeit zwischen den verschiedenen Einkommensgruppen variiert.²

¹ Auswahl empirischer Studien zur Pareto-Verteilung:

  • Piketty, T. (2001) Les hauts revenus en France au XXe siècle. Inégalités et redistributions 1901– 1998, Bernard Grasset, Paris.
  • Dell, F., Piketty, T. and Saez, E. (2007) Income and Wealth Concentration in Switzerland over the Twentieth Century, in Top Incomes Over the Twentieth Century: A Contrast Between Continental European and English-Speaking Countries. (Eds.) A. B. Atkinson and T. Piketty, Oxford University Press, Oxford, chap. 11, pp. 472–500.
  • Atkinson, A. B. and Piketty, T. (2010) Top Incomes: A Global Perspective, Oxford University Press, Oxford.

² vgl. z.B. Auten, G. and Splinter, D. (2024). Income inequality in the United States: Using tax data to measure long-term trends. Journal of Political Economy (forthcoming).

3

Wie ist das Steueraufkommen in der Schweiz verteilt?

In den beiden Grafiken wird der Anteil der obersten Einkommensgruppen am gesamten Steueraufkommen dargestellt, aufgeschlüsselt nach den Kantonen und über die Zeit. Die Steueraufkommensanteile zeigen, wie viel Prozent der Steuern von den jeweiligen Einkommensgruppen gezahlt werden. Ein Top-10%-Steueranteil von 55% gibt an, dass die Top-10%-Verdiener 55% der gesamten Einkommensteuern in der Schweiz entrichten. Die dritte Grafik stellt den Anteil der Haushalte dar, die aufgrund tiefer Einkommen keine Bundessteuer zahlen. Ein Anteil von 25% bedeutet, dass ein Viertel der Haushalte von der Bundessteuer befreit ist. Hier erfahren Sie mehr zu Daten & Methode.

Einkommensgruppe Jahr
1917
2020

IWP – Swiss Inequality Database

So personalisieren Sie die interaktiven Grafiken.

Stellen Sie im Menu über der Grafik Ihre gewünschten Parameter ein:

Wie lässt sich die Einkommensverteilung genau messen?

Daten

Die Swiss Inequality Database (SID) stützt sich auf die offiziellen Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten. Die Steuerdaten haben zwei grosse Vorteile. Erstens erlauben sie eine langfristige Betrachtung, da Daten zum steuerbaren Einkommen in der Schweiz bis ins Jahr 1917 zurückreichen. Zweitens ermöglichen Steuerstatistiken eine präzise und konsistente Analyse der obersten Einkommen, da sämtliche Steuerzahler berücksichtigt werden («Vollerhebung»). Dies im Unterschied zu Umfragen, in denen Steuerzahler mit hohen Einkommen oftmals nicht vertreten und die Angaben deshalb weniger verlässlich sind.

Methode

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) veröffentlicht jährlich Steuerdaten, die in verschiedene Einkommensklassen unterteilt werden. Zu den Einkommen zählen alle steuerbaren Einkünfte, dazu gehören Arbeits- wie auch Kapitaleinkünfte. Das zugrundeliegende Einkommenskonzept ist das Reineinkommen pro Haushalt gemäss Definition in der Bundessteuerstatistik.* Dieses weicht geringfügig von der Definition gemäss Art. 25 DBG und Art. 9 Abs. 1 StHG ab und beinhaltet das steuerbare Einkommen zuzüglich des Kinderabzugs, Zweitverdienerabzugs, Verheiratetenabzugs und Versicherungsabzugs.

Die Verwendung dieses Konzepts erlaubt die internationale Vergleichbarkeit der Daten. Wie die Einkommen innerhalb der verschiedenen Klassen genau verteilt sind, ist in den öffentlich zugänglichen Daten nicht ersichtlich. Um daraus den Anteil der Top-Einkommen präzise ableiten zu können, müssen Annahmen zur Einkommensverteilung getroffen werden. Zahlreiche empirische Studien¹ zeigen, dass die Spitzeneinkommen einer bestimmten Verteilung (der sogenannten Pareto-Verteilung, benannt nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto) folgen. Mit dieser international etablierten Methode lassen sich die Anteile der Top-Einkommen sehr genau bestimmen. Die Anteile der tieferen Einkommen können damit hingegen nicht beschrieben werden, weil diese Verteilungsannahme lediglich ab den obersten 20 Prozent greift. Deshalb beschränkt sich die Swiss Inequality Database in ihren Auswertungen auch auf die obersten 20 Prozent der Einkommensbezüger.

Die Einkommensanteile nach Steuern werden ebenfalls auf der Grundlage der publizierten Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten ermittelt, wobei dieselben Annahmen zur Anwendung kommen. Dabei gilt es zu beachten, dass die rein steuerliche Umverteilung berücksichtigt wird. So ist beispielsweise die umverteilende Wirkung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) nicht enthalten. Für die Jahre ab 2019 werden die neuen verbesserten Steuerbelastungsstatistiken der ESTV verwendet. Auf unsere Kennzahlen hat dies lediglich minime Auswirkungen, sodass deren Vergleichbarkeit über die Zeit vollständig erhalten bleibt.

Für die Jahre vor 1993 sind keine Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verfügbar. Dieser Anteil wird durch einen Abgleich der Anzahl Steuersubjekte gemäss Eidgenössischer Steuerstatistik und der Anzahl potenzieller Steuerpflichtiger gemäss statistischem Jahrbuch der Schweiz ermittelt. Ab 1993 werden die verfügbaren ESTV-Daten zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verwendet. Dieser unvermeidliche Wechsel der Datengrundlage erklärt für manche Kantone den grossen Sprung im Anteil der Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen im Übergangsjahr 1993.

Ab 2013 werden in den Steuerstatistiken auch die Stufen des Einkommens basierend auf dem Reineinkommen ausgewiesen. Für die Jahre davor basieren diese Stufen auf dem steuerbaren Einkommen. Dies hat Auswirkungen auf die von uns berechneten Einkommensschwellen in den Grafiken 4.1 und 4.2. So wird die Höhe der Einkommensschwellen bis und mit 2012 unterschätzt. Damit ist die Entwicklung der Schwellen zwischen 1917 und 2012 einerseits getrieben durch das Wirtschaftswachstum, andererseits aber auch durch die sich verändernden Steuerabzugsmöglichkeiten. Die Vergleichbarkeit innerhalb dieses Zeitraums ist vollständig gegeben. Dasselbe gilt für den Zeitraum ab 2013. Auf die Topeinkommensanteile und damit die restlichen Abbildungen hat dies jedoch vernachlässigbare Effekte.

Die Daten der Swiss Inequality Database wurden unter Einhaltung gültiger wissenschaftlicher Standards verwendet. Basierend auf diesen Daten wurden bereits folgende wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht:

  • Feld, L. P.; Frey, C.; Schaltegger, C.A. & Schmid, L.A. (2021). Fiscal federalism and income inequality: An empirical analysis for Switzerland. Journal of Economic Behavior & Organization 185, S. 463-494.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2021). The initiative, referendum, and distribution of income: An empirical analysis of Swiss cantons. European Journal of Political Economy 66, S. 1-31.
  • Frey, C.; Gorgas, C. & Schaltegger, C.A. (2017). The long run effects of taxes and tax competition on top income shares: an empirical investigation. Review of Income and Wealth 63(4), S. 792-820.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2016). Progressive taxes and top income shares: A historical perspective on pre- and post-tax income concentration in Switzerland. Economic Letters 148, S. 5-9.
  • Schaltegger, C.A.; Frey, C. & Häner, M. (2018). Zur Einkommensverteilung in der Schweiz. Wirtschaftswissenschaftliches Studium 47(11), S. 27-34.
  • Schaltegger, C.A.; Gorgas, C. (2011). The Evolution of Top Incomes in Switzerland over the 20th Century. Swiss Journal of Economics and Statistics 147(4), S. 479-519.

Wir danken an dieser Stelle Dr. Christian Frey und Dr. Christoph Gorgas für die systematische Erstellung dieses wertvollen Datenschatzes.

Falls Sie

  • Anregungen oder Fragen zur Swiss Inequality Database Health haben,
  • die den Grafiken zugrundeliegenden Datensätze als Excel-Datei beziehen möchten,
  • oder im Besitze von weiterführenden Datensätzen sind, die wir in die SID Health integrieren können,

dann melden Sie sich bitte unter forschung@iwp.swiss.

*Massgebend für die Bestimmung der Haushalte ohne Steueraufkommen ist das steuerbare Einkommen. Unter einem Haushalt wird eine Steuereinheit verstanden. Konkubinatspaare gelten folglich als zwei separate Haushalte, verheirate Paare hingegen als ein gemeinsamer Haushalt. Dieser Umstand kann eine Verzerrung nach sich ziehen, falls die Heiratshäufigkeit zwischen den verschiedenen Einkommensgruppen variiert.²

¹ Auswahl empirischer Studien zur Pareto-Verteilung:

  • Piketty, T. (2001) Les hauts revenus en France au XXe siècle. Inégalités et redistributions 1901– 1998, Bernard Grasset, Paris.
  • Dell, F., Piketty, T. and Saez, E. (2007) Income and Wealth Concentration in Switzerland over the Twentieth Century, in Top Incomes Over the Twentieth Century: A Contrast Between Continental European and English-Speaking Countries. (Eds.) A. B. Atkinson and T. Piketty, Oxford University Press, Oxford, chap. 11, pp. 472–500.
  • Atkinson, A. B. and Piketty, T. (2010) Top Incomes: A Global Perspective, Oxford University Press, Oxford.

² vgl. z.B. Auten, G. and Splinter, D. (2024). Income inequality in the United States: Using tax data to measure long-term trends. Journal of Political Economy (forthcoming).

4

Ab welchem Einkommen zählt man zu den obersten Einkommensgruppen?

In den folgenden interaktiven Grafiken sind die Einkommen von Haushalten ersichtlich, die zur Spitzengruppe zählen. Wenn die Schwelle der Top-10%-Einkommen bei 133'000 Franken liegt, dann gehören jene Haushalte zu den Top-10%, die so viel oder mehr verdienen. Die erste Grafik erlaubt einen interkantonalen Vergleich der (nominalen) Einkommensschwellen. Die Schwellen werden in der zweiten Grafik zu den Preisen des jüngsten verfügbaren Jahres (real) angegeben, um einen Vergleich über die Zeit zu ermöglichen. Hier erfahren Sie mehr zu Daten & Methode.

Einkommensgruppe Einkommensschwelle nominal Jahr
1917
2020

IWP – Swiss Inequality Database

So personalisieren Sie die interaktiven Grafiken.

Stellen Sie im Menu über der Grafik Ihre gewünschten Parameter ein:

Wie lässt sich die Einkommensverteilung genau messen?

Daten

Die Swiss Inequality Database (SID) stützt sich auf die offiziellen Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten. Die Steuerdaten haben zwei grosse Vorteile. Erstens erlauben sie eine langfristige Betrachtung, da Daten zum steuerbaren Einkommen in der Schweiz bis ins Jahr 1917 zurückreichen. Zweitens ermöglichen Steuerstatistiken eine präzise und konsistente Analyse der obersten Einkommen, da sämtliche Steuerzahler berücksichtigt werden («Vollerhebung»). Dies im Unterschied zu Umfragen, in denen Steuerzahler mit hohen Einkommen oftmals nicht vertreten und die Angaben deshalb weniger verlässlich sind.

Methode

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) veröffentlicht jährlich Steuerdaten, die in verschiedene Einkommensklassen unterteilt werden. Zu den Einkommen zählen alle steuerbaren Einkünfte, dazu gehören Arbeits- wie auch Kapitaleinkünfte. Das zugrundeliegende Einkommenskonzept ist das Reineinkommen pro Haushalt gemäss Definition in der Bundessteuerstatistik.* Dieses weicht geringfügig von der Definition gemäss Art. 25 DBG und Art. 9 Abs. 1 StHG ab und beinhaltet das steuerbare Einkommen zuzüglich des Kinderabzugs, Zweitverdienerabzugs, Verheiratetenabzugs und Versicherungsabzugs.

Die Verwendung dieses Konzepts erlaubt die internationale Vergleichbarkeit der Daten. Wie die Einkommen innerhalb der verschiedenen Klassen genau verteilt sind, ist in den öffentlich zugänglichen Daten nicht ersichtlich. Um daraus den Anteil der Top-Einkommen präzise ableiten zu können, müssen Annahmen zur Einkommensverteilung getroffen werden. Zahlreiche empirische Studien¹ zeigen, dass die Spitzeneinkommen einer bestimmten Verteilung (der sogenannten Pareto-Verteilung, benannt nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto) folgen. Mit dieser international etablierten Methode lassen sich die Anteile der Top-Einkommen sehr genau bestimmen. Die Anteile der tieferen Einkommen können damit hingegen nicht beschrieben werden, weil diese Verteilungsannahme lediglich ab den obersten 20 Prozent greift. Deshalb beschränkt sich die Swiss Inequality Database in ihren Auswertungen auch auf die obersten 20 Prozent der Einkommensbezüger.

Die Einkommensanteile nach Steuern werden ebenfalls auf der Grundlage der publizierten Bundes-, Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuerdaten ermittelt, wobei dieselben Annahmen zur Anwendung kommen. Dabei gilt es zu beachten, dass die rein steuerliche Umverteilung berücksichtigt wird. So ist beispielsweise die umverteilende Wirkung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) nicht enthalten. Für die Jahre ab 2019 werden die neuen verbesserten Steuerbelastungsstatistiken der ESTV verwendet. Auf unsere Kennzahlen hat dies lediglich minime Auswirkungen, sodass deren Vergleichbarkeit über die Zeit vollständig erhalten bleibt.

Für die Jahre vor 1993 sind keine Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verfügbar. Dieser Anteil wird durch einen Abgleich der Anzahl Steuersubjekte gemäss Eidgenössischer Steuerstatistik und der Anzahl potenzieller Steuerpflichtiger gemäss statistischem Jahrbuch der Schweiz ermittelt. Ab 1993 werden die verfügbaren ESTV-Daten zu den Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen verwendet. Dieser unvermeidliche Wechsel der Datengrundlage erklärt für manche Kantone den grossen Sprung im Anteil der Steuerpflichtigen ohne Steueraufkommen im Übergangsjahr 1993.

Ab 2013 werden in den Steuerstatistiken auch die Stufen des Einkommens basierend auf dem Reineinkommen ausgewiesen. Für die Jahre davor basieren diese Stufen auf dem steuerbaren Einkommen. Dies hat Auswirkungen auf die von uns berechneten Einkommensschwellen in den Grafiken 4.1 und 4.2. So wird die Höhe der Einkommensschwellen bis und mit 2012 unterschätzt. Damit ist die Entwicklung der Schwellen zwischen 1917 und 2012 einerseits getrieben durch das Wirtschaftswachstum, andererseits aber auch durch die sich verändernden Steuerabzugsmöglichkeiten. Die Vergleichbarkeit innerhalb dieses Zeitraums ist vollständig gegeben. Dasselbe gilt für den Zeitraum ab 2013. Auf die Topeinkommensanteile und damit die restlichen Abbildungen hat dies jedoch vernachlässigbare Effekte.

Die Daten der Swiss Inequality Database wurden unter Einhaltung gültiger wissenschaftlicher Standards verwendet. Basierend auf diesen Daten wurden bereits folgende wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht:

  • Feld, L. P.; Frey, C.; Schaltegger, C.A. & Schmid, L.A. (2021). Fiscal federalism and income inequality: An empirical analysis for Switzerland. Journal of Economic Behavior & Organization 185, S. 463-494.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2021). The initiative, referendum, and distribution of income: An empirical analysis of Swiss cantons. European Journal of Political Economy 66, S. 1-31.
  • Frey, C.; Gorgas, C. & Schaltegger, C.A. (2017). The long run effects of taxes and tax competition on top income shares: an empirical investigation. Review of Income and Wealth 63(4), S. 792-820.
  • Frey, C. & Schaltegger, C.A. (2016). Progressive taxes and top income shares: A historical perspective on pre- and post-tax income concentration in Switzerland. Economic Letters 148, S. 5-9.
  • Schaltegger, C.A.; Frey, C. & Häner, M. (2018). Zur Einkommensverteilung in der Schweiz. Wirtschaftswissenschaftliches Studium 47(11), S. 27-34.
  • Schaltegger, C.A.; Gorgas, C. (2011). The Evolution of Top Incomes in Switzerland over the 20th Century. Swiss Journal of Economics and Statistics 147(4), S. 479-519.

Wir danken an dieser Stelle Dr. Christian Frey und Dr. Christoph Gorgas für die systematische Erstellung dieses wertvollen Datenschatzes.

Falls Sie

  • Anregungen oder Fragen zur Swiss Inequality Database Health haben,
  • die den Grafiken zugrundeliegenden Datensätze als Excel-Datei beziehen möchten,
  • oder im Besitze von weiterführenden Datensätzen sind, die wir in die SID Health integrieren können,

dann melden Sie sich bitte unter forschung@iwp.swiss.

*Massgebend für die Bestimmung der Haushalte ohne Steueraufkommen ist das steuerbare Einkommen. Unter einem Haushalt wird eine Steuereinheit verstanden. Konkubinatspaare gelten folglich als zwei separate Haushalte, verheirate Paare hingegen als ein gemeinsamer Haushalt. Dieser Umstand kann eine Verzerrung nach sich ziehen, falls die Heiratshäufigkeit zwischen den verschiedenen Einkommensgruppen variiert.²

¹ Auswahl empirischer Studien zur Pareto-Verteilung:

  • Piketty, T. (2001) Les hauts revenus en France au XXe siècle. Inégalités et redistributions 1901– 1998, Bernard Grasset, Paris.
  • Dell, F., Piketty, T. and Saez, E. (2007) Income and Wealth Concentration in Switzerland over the Twentieth Century, in Top Incomes Over the Twentieth Century: A Contrast Between Continental European and English-Speaking Countries. (Eds.) A. B. Atkinson and T. Piketty, Oxford University Press, Oxford, chap. 11, pp. 472–500.
  • Atkinson, A. B. and Piketty, T. (2010) Top Incomes: A Global Perspective, Oxford University Press, Oxford.

² vgl. z.B. Auten, G. and Splinter, D. (2024). Income inequality in the United States: Using tax data to measure long-term trends. Journal of Political Economy (forthcoming).